Badly Drawn Boy – Banana Skin Shoes

Es ist zehn Jahre her, seit Badly Drawn Boy ein Album veröffentlicht hat. Damon Gough wurde für seine Genialität gefeiert, als das Debüt „The Hour of the Bewilderbeast“ im Jahr 2000 erschien und den Mercury Prize gewann. Für einen Songwriter mit skurriler Individualität und Multi-instrumentalen Fähigkeiten wurden daraufhin große Dinge erwartet, aber die hat er nie wirklich erfüllt. Sein eigensinniger Weg umfasste Soundtracks, überstrapazierten Oddball-Pop und abgespeckten, verwüsteten Folk, bevor er sich für ein ganzes Jahrzehnt frei nahm.

Es ist eine Freude zu berichten, dass sein längst überfälliges Comeback mit dem Namen „Banana Skin Shoes“ ein wahrer Genuss ist und wahrscheinlich das Beste, was er seit seinem Debüt gemacht hat. „It’s time to break this plaster cast and leave your past behind,“ singt Damon Gough auf „Banana Skin Shoes“. Das ist keine leichte Aufgabe, besonders für einen Künstler, der seit einem Jahrzehnt kein Album mehr gemacht hat. Doch auf seinem achten Album schafft es Gough, weiterzumachen, indem er viele verschiedene, für ihn neue Sounds ausprobiert und denen vergibt, die in der Vergangenheit Fehler gemacht haben – insbesondere sich selbst. 

Es ist länger als zehn Jahre her, seit er so selbstbewusst geklungen hat. Nicht zufällig beginnt er „Banana Skin Shoes“ mit seinen kühnsten Absichten. Der Titeltrack mit seinen auffälligen Keyboards und funky Brass-Hits schüttelt das Zögern ab, das einen Großteil seiner Arbeit vor der langen Pause beschattete, und lässt uns damit sofort wissen, dass dies eine neue Ära ist. An anderer Stelle taucht das Album in introspektivere und ernüchterndere Gewässer ein. „Is This a Dream?“ ist dringend, funkelnd und berührt sofort. Ebenso ist „I’m Not Sure What It Is“ rhythmisch, hypnotisch und ziemlich überzeugend, mit einem enormen Kontrast zwischen den reflektierenden Versen und dem lebhaft ermutigenden Refrain. 

Das leise gesprochene „I Just Wanna Wish You Happiness“ schimmert vor Hoffnung und Entspannung, während „Note to Self“ himmlisch, vage und fesselnd konfessionell daher kommt. „Never Change“ ist trotz seiner etwas auf der Nase liegenden und amateurhaften Texte eine wunderschöne Klavierballade mit seltenen symphonischen Einflüssen. Das Ende ist das leicht tropische Outro „I’ll Do My Best“, bei dem wir uns erhöht und getröstet fühlen. Es hat lange gedauert, aber mit 50 Jahren fängt der skizzenhafte Sänger und Songwriter tatsächlich an, seine grundlegenden Gefühle und Strukturen einprägsam und geschmeidig vorzutragen. Er wandelt zwischen erhebendem Übermaß und auffälliger Offenheit, ohne jemals sein spielerisch facettenreiches und einfallsreiches Bindegewebe zu verlieren.