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Frau mit Schmetterlingsflügeln in einem dunklen, mystischen Hintergrund.
ALBUM

All My Demons Greeting Me as a Friend AURORA

2016
MSTAX ALBUMPROFIL

AURORA’s Veröffentlichung hat einen launischen, aber unerwartet positiven Schlag und wirft sie in ein Meer von Künstlerinnen, die dasselbe tun. Die Einzigartigkeit von AURORA liegt nicht im Klang, sondern in der Botschaft – ein düsterer Blick auf das Leben, überzogen mit einer dünnen Schicht Optimismus.

Wie Ellie Goulding ist auch die norwegische Singer-Songwriterin Aurora Aksnes eine Künstlerin von John Lewis und hat dem Weihnachts-TV-Werbespot des Kaufhauses im letzten Jahr ihre ätherische Stimme geliehen. Ebenso wie Goulding macht AURORA kalten, bombastischen Pop, aber sie neigt eher zu ängstlichem Melodrama. Das dominierende Thema ihres Debüts ist die gewaltsame Unterwerfung, wobei Aurora abwechselnd nach jemandem sucht, der sie „erobert“, den Boden unter den Füßen eines Liebhabers küsst und von einem Mann in den Kopf geschossen wird, als Präventivschlag gegen die Härten des Lebens.

Diese Gefühle würden wahrscheinlich verstörend klingen – insbesondere von einer 19-Jährigen – wenn sie nicht in solch klanglicher Prüderie verpackt wären. AURORA’s Stimme hat eine kindliche Reinheit, und während die zeitweise minimalistische Produktion auf eine Art und Weise wie Trip-Hop vage angesagt klingt, verleiht diese Kargheit den Songs manchmal eine leicht langweilige Qualität. Und obwohl „All My Demons Greeting Me As A Friend“ nicht die größte Abkehr von der klavierbetonten, blitzsauberen AURORA darstellt, mit der viele zuerst konfrontiert wurden, enthält es doch einen Biss, den man kaum vorhersehen konnte.

„Conqueror“ verwendet weltbewegende Drums, die ihre Stimme wie einen Schlachtruf über den Track schweben lassen. Es ist zu gleichen Teilen fröhlich und bedrohlich, etwas, das das Album ausmacht. Trotz ziemlich starker Vorurteile ist es alles andere als zartfühlend. „I Went Too Far“ ist eine erschütternde Rückkehr in die reale Welt voller Blut und (seelischer) Schmerzen und zugleich der beste und unverhohlenste Popsong auf der Platte. Darin erzählt uns AURORA – wie der Titel schon sagt – voller Bedauern, wie weit manche im Namen der Liebe gehen, zu Recht oder zu Unrecht. 

Einer der bleibenden Eindrücke von „All My Demons Greeting Me As a Friend“ ist, wie der Titel schon andeutet, eine übernatürliche Aura, die nicht nur durch abgefahrene Elektronik erzeugt wird, sondern auch durch die naturbezogenen Texte der Songwriterin, in denen sie sich regelmäßig mit den Elementen identifiziert oder in sie eintaucht. Obwohl Aurora zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Albums noch ein Teenager ist, erweist sie sich bereits als versierte Gestalterin dynamischen, ergreifenden Pops.

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Frau mit Schmetterlingsflügeln in einem dunklen, mystischen Hintergrund.

AURORA – All My Demons Greeting Me as a Friend

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Anspieltipps: I Went Too Far, Conqueror, All My Demons Greeting Me As A Friend

Passende Konzepte

Basierend auf Stimmung, emotionalem Profil und Klangcharakter von „All My Demons Greeting Me as a Friend“.

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