ANNIE DJ-Kicks: Annie
Wer nicht auf sanfte Übergänge und stilistisch fokussierte Mixe fixiert ist, sollte dieses DJ-Kicks-Set von ANNIE genauso genießen wie jede andere in den letzten Jahren veröffentlichte Ausgabe.
Annie’s Beitrag zur DJ-Kicks-Reihe sieht aus wie ein Durcheinander und hört sich manchmal auch so an, aber es ist eine willkommene Abwechslung zu den Mixes, die von DJs zusammengestellt werden, denen es mehr darum geht, Beats zu kombinieren und andere DJs zu beeindrucken, als ihre Favoriten zu teilen. Obwohl sie nicht die erfahrenste oder technisch versierteste DJ ist, legt Annie schon seit mehreren Jahren auf und es ist offensichtlich, dass sie weiß, wie man eine unvorhersehbare Reihe von Party-tauglichen Songs und Tracks zusammenstellt und Altes mit Neuem und Seltenes mit Klassischem mischt.
Sie beschwört unsere synthetischen Erinnerungen, so viel glitzernden Disco-Pomp und verlorene Beat-Perlen, in einem Album, dessen Sequenzierung glatt ist und dessen Tracklist fast keine Nieten enthält. Für eine Frau, die darauf besteht, dass sie als DJ „technisch gesehen scheiße“ ist, scheint dieses DJ-Kicks-Set ihrer Talentliste die Lüge hinzuzufügen. Beginnend mit dem grellen Zirkus-Karussell von Toy’s „Rabbit Pushing Mover“ öffnet Annie ihre Favoriten für die Zoot-Scoot-Disko von La Bionda’s „I Wanna be Your Lover“ und den wilden Junior Senior-Remix von Le Tigre’s „Nanny Nanny Boo Boo“.
Zongamin’s hypnotischer „Bongo Song“ begrüßt den Tag nach der Apokalypse, begleitet von Liquid Liquid’s „Flextone“, lauter wirbelbrechende Kuhglocken und Glockenspiele, bis der Verstand erkennt, wie verloren er geworden ist, wie sinnlos die Anstrengung war, und verstummt, um die Füße in Bewegung zu lassen. Es gibt kaum einen langweiligen Moment und DJ-Kicks beweist dies am besten in der zweiten Hälfte, wo „Bow Wow Wow“, „ESG“, „Gucci Crew II“ und „Mu“ von Paris Hilton das Feuer hell am Brennen halten.
So schön das alles auch ist, die größte Freude ist die Aufnahme von zwei exklusiven Annie-Tracks: „Wedding“ und „Gimme Your Money“, die vielleicht nicht mit dem strahlenden Electro-Pop ihres Albums mithalten können, sich aber gut in diese köstliche kleine Tanzparty einfügen.
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