ANGéLICA GARCIA Cha Cha Palace
CHA CHA PALACE ist eine Mischung aus allen möglichen Klängen, die klassische elektronische Dance-Beats aus Los Angeles enthält und gleichzeitig den mexikanischen und salvadorianischen Wurzeln von ANGÉLICA GARCIA treu bleibt.
Ein Song über Unsichtbarkeit hat Angélica Garcia in letzter Zeit ziemlich viel Aufmerksamkeit eingebracht. Im Dezember teilte Barack Obama seine Liste der Lieblingsdinge des Jahres 2019 – eine Art präsidialer Richard-und-Judy-Buchclub mit zahlreichen Tipps, die es wert sind, befolgt zu werden. Unter Musik, neben großen Namen wie Beyoncé, Bruce Springsteen und Alicia Keys, fand sich die Single „Jícama“ der aus Virginia stammenden Singer-Songwriterin. Benannt nach einem mexikanischen Wurzelgemüse, beschäftigt sich der Song mit ihrer Kindheit in Ost-LA als Amerikanerin mit mexikanischen und salvadorianischen Wurzeln. „I see you, but you don’t see me,“, singt sie zu einem verführerischen Latin-Groove. „I’ve been trying to tell you but you just don’t see/Like you I was born in this country.“
Auf Garcia’s Debütalbum „Medicine For Birds“ aus dem Jahr 2016 war die Musik bodenständiger, ein bisschen Country, amerikanischer. Auf diesem Nachfolger singt sie vor allem über die Mischung der Einflüsse auf ihre Kindheit mit einem weitaus abwechslungsreicheren Klanghintergrund. Das Album bietet eine Reihe von Klängen; von Gesängen über Shaker und Gospel-artige Backgroundsänger bis hin zu tribal-artigen Beats. Diese Mischung aus einzigartigen und vielfältigen Klängen wirkt harmonisch und macht das gesamte Album zu einem bezaubernden Erlebnis. In jedem Track strahlt Garcia’s eindringliche und krächzende Stimme durch die Musik und beweist, dass ihre Präsenz digital genauso kraftvoll ist wie auf der Bühne.
In „It Don’t Hinder Me“ zollt Garcia über einer Gitarrenlinie, die zwischen kämpferischem Marsch und aufsteigendem Crescendo wechselt, ihren prägenden Jahren in East L.A. Tribut. In „Jícama“ und „Agua de Rosa“ verwandelt sie Guavenbäume in diasporische Talismane und in „The Big Machine“ schichtet sie ihre Stimme zu einem himmlischen A-cappella-Chor. Garcia’s Musik hat etwas Verspieltes. Selbst wenn es um ernste Themen geht, strahlt ihre Musik Freude aus. „Cha Cha Palace“ ist ein Spiegelbild von Garcia’s Persönlichkeit; ihre Geschichte, ihr Umfeld und ihre Überzeugungen werden zusammengeführt, um prismatische und multidimensionale Musik zu schaffen. „Cha Cha Palace“ ist als Album ohne Zweifel eine der vielversprechendsten Veröffentlichungen des Jahres bisher.
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