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Buntes, surrealistisches Zeichnung eines Motorrads mit menschlichen Gesichtern und Gliedmaßen in einer Landschaft.
ALBUM

Unreal HEBRONIX

2013
MSTAX ALBUMPROFIL

Ein musikalischer Sommertraum mit überraschenden Wendungen und einer Spur von Selbstfindung im Album UNREAL von HEBRONIX das in seiner Vielseitigkeit und Melodie besticht.

Im heißen Monat des Jahres sagt man sich, haben auch die eher unscheinbaren Charaktere Ihre großen Momente. Während sich die Arctic Monkeys oder Franz Ferdinand zusammen mit vielen vielen anderen Bands auf den September stürzen, schenkt uns der Brite Daniel Blumberg einen herrlich sommerlichen Soundtrack und genießt damit auch ein wenig die alleinige Aufmerksamkeit. Jedoch in vollkommen vedienter Art und Weise. Bei ‘ Unreal ‘ entstanden unter seinem Pseudonym Hebronix endlose Melodien, die angefangen bei ‘ Unliving ‘ einige sehr interessante Passagen beinhalten. Der Song beginnt wie ein kleiner Wermutstropfen, als Beichstuhl für seine Sünden. Doch schließlich entwickelt sich ‘ Unliving ‘ zu einem langsam schwebenden Refrain, der etwas planlos aber äußerst breitbeinig die ziellosen Zusammenspiele zwischen Schlagzeug und Gitarre ordnet und das Gefühl im Hörer entstehen lässt, als würde in diesen Momenten ein gewaltiger, zehnminütiger Opener nur auf dieses eine Ziel hinarbeiten.

“I’ve got some things to do/ Some private things to do”, sind dann die letzten Worte in ‘ The Plan ‘, zu dem die kreisförmigen Piano-Riffs um mutierte Gitarren wandern und genau die richtige Balance erwischen. Dazwischen erleben wir immer wieder unerwartete Richtungen mit unterschiedlich angehängten Ergebnissen. Fusselnde Alternative-Rock-Versprechen in ‘ Wild Whim ‘, instrumentale Abschnitte mit wundervoll hochfliegenden Chören in ‘ Viral ‘ und Geigen-Arrangements im vorletzten Stück ‘ Garden ‘ in Kombination mit einem Flöten- und Gitarrensolo in gleichzeitiger Harmonie. Daniel Blumberg, der Mitglied bei Cajun Dance Party war und danach Frontmann der Londoner Indie-Rock-Band Yuck, erzählte selbst noch vor seinem Solodebüt: “I’m not where I wanna be”. Seine eher allgemein gehaltenen Texte erzählen über Beziehungen, während die angesprochenen besonderen Momente in dieser unzusammenhängenden musikalischen Wundertüte erst gefunden werden müssen.

Dabei wird es niemals langweilig – aber manchmal klingt es eben am Rande auch ein wenig nach der Suche des eigenen Stils. Aber das sind nebensächliche Randerscheinungen und trüben letztlich in keinster Weise das herrliche Rauschen der sommerlichen Lüfte im Werk ‘ Unreal ‘ von Blumberg.

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