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Abstraktes, fließendes Cover von Strange Meridians mit grünlich-weißen Texturen und verzerrter Landschaftsperspektive – Artwork von upsammy.
ALBUM

Strange Meridians UPSAMMY

2024
MSTAX ALBUMPROFIL

STRANGE MERIDIANS von UPSAMMY ist eine Sammlung von acht Ambient-Tracks. Es ist die erste Veröffentlichung auf topo2, einem in Amsterdam ansässigen Label, das sich abenteuerlicher elektronischer Musik verschrieben hat.

Die Melodien der niederländischen Künstlerin Thessa Torsing sind praktisch das Gegenteil der rauen, ständig stimulierenden, hochsynthetischen Musik, die in der heutigen elektronischen Szene typischerweise floriert. Mit zunehmender Bekanntheit ist ihre Musik über die letzten Jahre lockerer und leichter geworden, eine gaußsche Mischung aus IDM und mondbeschienenem Ambient. Exquisite Samples aus der realen Welt, wie verlangsamt raschelnde Blätter, sind übersät mit ihren musikalischen Petrischalen. Als Studentin der Landschaftsarchitektur hat sie darüber gesprochen, wie sie ihre Musik in ähnlichen Begriffen konzipiert, mit Klangschichten anstelle von Grundgestein, Erde, Flora und Fauna und von Menschen errichteten Strukturen.

Alles an „Strange Meridians“ fühlt sich organisch an, von den Rohsamples und dem kindlichen Wirbel bis hin zur Verpackung. Die Platte wurde auf 180 Gramm Bio-Vinyl gepresst und enthält ein Gedicht von Torsing, das indirekt auf eine verlorene oder beschädigte Beziehung zu verweisen scheint. Mit den Worten „You talk back/but I can’t hear you/something springs forth/somewhere/a remnant that remains“ endet das Gedicht. Die acht Titel bieten keine Hinweise darauf, welche Geschichte sich entfaltet, aber vielleicht sind dies die Überbleibsel – die kaum vorhandenen Handlungspunkte einer persönlichen Odyssee. Auf einem schmalen Grat aus schillernder und kissenartiger Weichheit entfaltet upsammy ausgedehnte Linien melodischer Gedanken in poetischer Form. 

Sie verwendet Songtitel als außermusikalische Hinweise auf ihre instrumentale Lyrik, wie beim bittersüßen Eröffnungstrack „Lapis Manalis“, einer Anspielung auf den heiligen Stein, der in der antiken römischen Religion ein Tor zum Hades bedeckt und ein Portal zu jenseitigen Reichen darstellt, die sich zwischen den flatternden Fraktalen von „Edge of Sleep“ und dem Blick durch das falsche Ende des Teleskops in „Cosmo“ manifestieren. „Strange Meridians“ folgt auf upsammy’s 2023 erschienenes Album „Germ In A Population Of Buildings“ und erinnert uns daran, dass wir alle hier nur Besucher sind, flüchtige Punkte in einer sich ständig verändernden Geräuschlandschaft.

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Anspieltipps: Lapis Manalis, Edge of Sleep, Cosmo

Passende Konzepte

Basierend auf Stimmung, emotionalem Profil und Klangcharakter von „Strange Meridians“.

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