Sparky Quano – Jenga

Auf dem zweiten Album ‚ Jenga ‚ von Sparky Quano benötigt es einmal mehr diesen furchtlosen Mut – um anschließend eigene Hörgewohnheiten radikal zu sprengen. Denn Sparky Quano ist ungewöhnlich, als Ein-Mann-Orchester verwendet er für seine Sounds die akustische Gitarre, eine elektrische Gitarre und ein paar Soundeffekte. Doch einen PC braucht es dafür nicht und auch keine Rhythmusbox. Was wir hören ist ein einziger Mann, der auf seinen Gitarren ungewöhnliche Melodien kreiert. Schrummelige Musik durchzieht also in den kommenden Minuten unsere Gehörgänge, deren Basis ohne Frage im experimentellen akustischen Genre zu finden ist. „Come into my world“, ist dazu die schlichte Aufforderung von Sparky, dessen Ruf nach den ersten Spielminuten eigentlich zum Selbstläufer wird. ‚ Jenga ‚ kann (mit dem richtigen Ambiente) zur tiefen Meditation werden. Dafür benötigt es allerdings eine bewusste Zeit der inneren Ruhe, ansonsten wird man mit der Platte nicht viel anzufangen wissen. ‚ Jenga ‚ wurde in zehn Ländern gleichzeitig veröffentlicht – akustische Klänge, wilde Rhythmen und eine intensive Stimmung drücken über die japanischen Grenzen hinaus und wer nun wirklich wissen möchte wie sich die Musik im Detail anhört, für den hat Quano einen Rat: „Maybe the best thing you can do to understand my style is coming to one of my gigs – because there is a big difference between hearing it and actually seeing it.“