The Sugars – The Curse Of The Sugars

Und hier eine weitere Band, die bereits durch den Namen auf Ihre Herkunft schließen lässt. Zwar versprechen englische Gruppen mit einem „The“ im Titel einerseits stets guten Unterhaltungswert, aber auch gängige Durchschnittskost, wie sie mittlerweile an jeder Ecke aufzutreiben ist. Wem diese Tatsachen nicht weiter stören, wird hier nichts falsch machen können. Aber auch alle Anderen, angewidert von den Massenveröffentlichungen der letzten Jahre, dürften die ein oder andere Überraschung erleben. Es ist nicht die Offenbarung und der totale Ausbruch aus den festgefahrenen Hymnenschrammelpoprock ebenso wenig, aber Sie schaffen tatsächlich etwas anders zu machen. Angefangen hat es mit ‚ Monster ‚, wie ein Virus brachte der Song die Massen in Bewegung. Die Tanzflächen füllten sich in Windeseile wenn über die Boxen die ersten Takte ausgespuckt wurden, verzauberten sogleich mit Ihrem Charme, schmeichelten und raubten Uns die Sinne.

Das prägenste Element ist dabei ihr Sixties-Blues. Er ist wieder modern, hipp und verschwitzt. Die Intensität auf Live-Shows unangefochten und gewagt, liefern Sie seitdem einen Indie-Chart Erfolg nach dem anderen ab. ‚ Way To My Heart ‚ war auch so einer, produziert von Sänger der Bees Paul Butler, fand der nächste Tophit seinen Weg in Richard Hawley Gehörgänge. Dieser war davon so begeistert das er die Sugars spontan fragte, ob Sie Ihm denn auf seiner Tour durch England begleiten würden.Dort erwartete die Fans zweistimmiger Art-Blues, verpackt im Sixites-Look mit einem Schuss Raveonettes und einer Brise White Stripes. Aber Ähnlichkeiten lassen sich immer finden und es wäre unangemessen, daran Ihren Einfallsreichtum abzusprechen. Immerhin bekommt der Hörer auf den elf Songs eine Menge geboten, über Blues´n´Roll, Soul und Musical Einflüsse in‘ Everybody Yell ‚, tauchen so fast sämtliche Stile darin einmal auf und sorgen für einen ungewohnt hohen Unterhaltungswert.

Dabei klingen Sie weder klassisch Retro noch amerikanisch und die britische Eleganz hat einen neuen gefunden Namen: The Sugars. Sie versüssen uns die letzten Tage im alten Jahr und haben für alle, die zu Hause nicht ungestört Ihre Lieblingsmusik hören können, einen nicht ganz ernstgemeinten Tipp zur Hand: „Throw your mothers out the window and love your record player!“.