The Blood Arm – All My Love Songs

Hier nun also der letzte Streich aus der Snowhite EP des Berliner Labels: The Blood Arm gastieren als letzte Band neben den Shutes und den Bishops mit fünf neuen Songs aus Ihrer EP ‚ All My Love Songs ‚, die komplett in Eigenregie mit Produzenten David Newton aufgenommen wurde, auf der ‚ No White ‚ Compilation. Die neuen Stücke und insbesondere der gleichnamige Opener zeigen sofort, musikalische Stilrichtungen wurden erweitert, Instrumente durften an einem neuen Experiment teilnehmen und vollführen in der abschließenden Zusammensetzung eine wilde Mischung mit absoluter Partytauglichkeit.

Dabei hat sich die Besetzung nicht geändert und besteht somit noch immer aus Zachar Amos, Zebastian Charlisle, Nathaniel Fregoso und Dyan Valdés. Bekannt geworden ist das Quartett aus Los Angeles durch Ihren Release ‚ Lie Lover Lie ‚ aus dem Jahr 2006, aber auch durch das Nebenprojekt von Valdés gemeinsam mit Art Brut Sänger Eddie Argos mit Namen Everybody Was In The French Resistance..Now. Ihre eigenen Songs mögen zwar nicht die göttliche Offenbarung sein, doch verstehen sich diese auch mehr als unterhaltsame Hintergrunduntermalung an Abenden, in denen ein Sitzen auf Stühlen zu einer Straftat erklärt wurde.

Man darf sich zu dem Sound von The Blood Arm bewegen, muss es sogar. Es herrscht eine sorgenfreie und ausgelassene Stimmung in den fünf Tracks mit klassischer Instrumentierung, aber auch das Piano, Synthies und sanfte Orchestrierungen flechten sich wunderbar in die Melodien ein und könnten definitiv einer ausgelutschten Atmosphäre neuen Schwung verleihen. Leider ist der Haltbarkeitswert von ‚ All My Love Songs EP ‚ eher gering und so wird es leider nur bei einem Flirt bleiben, der aber Potential beeinhaltet und dennoch gespannt auf eine zweite Begegnung wartet. Vielleicht dann mit ein wenig mehr Zeit in Form eines Langspielers?