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Talons – New Topographics

Was wir hier im Blog schon lange nicht mehr hatten, war ein zeitgenössisches Post-Rock Album als Langspieler der Woche. Mit dem heutigen Tage soll sich dieser Umstand ändern, denn mit ‚ New Topographics ‚ veröffentlicht Talons Ihr neues Album und erweitern darauf Ihren Sound, nehmen uns mit offenen Armen und einer dichten Atmosphäre im eröffnenden Stück ‚ Monuments ‚ in Empfang. Bereits nach wenigen Sekunden fühlt man sich plötzlich unheimlich wohl in der eigenen Haut. Es hallen die Gitarren, es folgen dicke Basslinien und zarte Violinen. Es sind wogende Landschaften die exponentielle Bilder beschwören, provokante Themen aufgreifen und durch tief verwurzelte Akkorde äußerst wirkungsvoll die kolossalen Riffs in die komplexen Strukturen geleiten. Das Kollektiv aus jungen Musikern hat in den letzten Jahren eine breite Anerkennung gewonnen, vereinen die lebendige Dringlichkeit der Russian Circles mit dem orchestralen Geschick von Mono. ‚ Reverie ’, ‘ The Wild Places ’ und ‘ Rituals ‚ folgen daraufhin bedinungslos, während ‚ Stay Cold ’ und ‘ Petrovice ‚ die passenden atmosphärischen Gegenstücke zum eindrucksvollen Beginn des Albums liefern. Letztlich gibt es viele einzelne Stücke auf ‚ New Topographics ‚, die nicht besser eine Hingabe zur Musik definieren könnten, und doch gibt es auch vereinzelte Stellen, in denen sie sich eventuell auf das von Ihnen verlangte beschränken. Doch in der Regel können der Gruppe diese Fesseln nichts anhaben und so erfahren auch wir beinahe zu jeder Sekunde grenzenlose Schönheit an Orten, wo man sie am wenigsten vermuten würde…