Romare – Projections

Was haben die letzten Monat darauf gewartet. Ich zumindest. Aber sicherlich auch viele viele andere. Romare hat es nun endlich getan und am heutigen Tage sein Album ‚ Projections ‚ bei Ninja Tune (rough trade) in Deutschland veröffentlicht. Darauf zu finden sind elf prächtige und facettenreiche Songs voller individueller und kollektiver Soundcollagen, Hommagen an afrikanische Musiktraditionen, Momente bluesiger und schwingender Jazz-Samples, sowie jede Menge Funk. In seiner Gesamtheit ist ‚ Projections ‚ von ergreifender Ästhetik geprägt und über alle Maßen erhaben. “Whatever ever happens just/Keep your eyes on me,” heißt es da im eröffnenden Stück ‚ Nina’s Charm ‚ zu gedämpften Gospel-Chören aus dem Hintergrund und einfachen, aber äußerst wirkungsvollen Synth-Beats. Von hier an schreitet das Album unausweichlich zu jazzigen Samples wie in ‚ Work Song ‚ oder Motherless Child ‚ durch verzerrte Synthesizer-Beats im Track ‚ Lover Man ‚, lässt dabei James Brown grüßen und mündet schließlich in den verworrenen Gesängen bei ‚ Prison Blues ‚ in geisterhaften Verschmelzungen. ‚ Projections ‚ ist ein wunderbares Lehrbeispiel für handgemachte Musik und ist mit seinen bewährten wie neuen Ideen absolut einnehmend. Man findet überall tiefgreifende Strukturen und hohe Qualität, zeitlose Schönheit und ein anziehendes Gefühl, dem man nur schwer widerstehen kann. Ein durchgehendes Meisterwerk und ein Muss für jeden Plattensammler.