Priscilla Ahn – A Good Day

In Georgien aufgewachsen, verbrachte Priscilla Ahn Ihre Kindheit in Südkorea und weitere zehn Jahre in Pennsylvanien, bevor es die damals 23jährige nach Los Angeles verschlug und dort 2007 an Ihrem Debüt arbeitete. Es gab einige Gigs zusammen mit Joshua Radin, Meiko und den Cary Brothers und einen Liveauftritt in der Abendshow mit Jay Leno. Zudem wurden zwei Ihrer Songs in Grey’s Anatomy gespielt und die erste Single ‚ Dream ‚ war auf dem Soundtrack zu dem Kinofilm ‚ Disturbia ‚ zu finden. Wie man also sehen kann, haben ein paar Stücke Ihrer aktuellen Platte ‚ A Good Day ‚ bereits eine kleine Weltreise hinter sich gebracht. Für Priscilla Ahn musste diese spannende Reise noch ein wenig aufgeschoben werden, da bis zum Release in Europa fast ein knappes Jahr verging. Doch die Entscheidung von Blue Note Records war schlussendlich die Richtige. Das Album bringt alle erdenklichen Gefühlsebenen mit sich, erinnert an die schönen Tage von damals „I was a little girl…I played pretend between the trees and fed my houseguests bark and leaves“, erinnert Sie sich im Opener ‚ Dream ‚ zurück und reiht sich in den Singer- Songwriter Kreis von Sara Bareilles und den Cary Brothers ein. Auf dem Album finden sich elf ausdrucksstarke und von Emotionen getragene Balladen, die sich nach belieben in unheimlich schöne und selbstbewusste Melodien verwandeln und mit einer Meisterin der weiblichen Autonomie gesegnet wurden. Das Stück ‚ Astronaut ‚ wandelt durch Karnevals- Rhythmen hindurch und klingt wie die Orchestrierung eines Tim Burtons Film, unter Umständen würde es auch zu einem psychedelischen Beatles Song passen. Es ist einfach die Art und Weiße wie Sie jeden Ihrer Songs angeht, die beeindruckende instrumentale Geschicklichkeit und die perfekt inszenierten Spannungsbögen. Doch leider wirken diese manchmal zu kontrolliert, zu eingeengt in Ihren Strukturen und zu karg im eigenen Funktionsumfang. Aber Priscilla hat mit Ihren jungen Jahren das Talent, die Zeit und ist erfahren genug um in den nächsten Jahren zu einer festen Größe im Musikgeschäft aufzusteigen.