Anna Burch – If You’re Dreaming

Es ist kein neues Dream-Pop-Album von Anna Burch, aber der Titel der Platte ist immer noch völlig angemessen. „If You’re Dreaming“ ist definitiv nicht so unmittelbar wie „Quit the Curse“ und obwohl es kein anspruchsvolles Album ist, erfordert es etwas mehr Konzentration, um es besser zu verstehen. Einige Songs haben einfachere Einstiegspunkte, wie der gurrende wortlose Hook von „Can’t Sleep“ oder die üppigen, mehrfarbigen Gitarren in “Party’s Over“. „Tell Me What’s True“ beginnt mit einem harten Text („When I used to hate myself, I saw things so clearly“), aber die Musik selbst ist ein hüpfender, lockerer Spaziergang. Ebenso begegnet „Not So Bad“ den angespannten lyrischen Bedenken mit schwankenden Saxophonen und einem beruhigenden Refrain. 

Der Abschluss-Track „Here With You“ scheint das Finale „With You Every Day“ vom letzten Album widerzuspiegeln, aber anstatt eine geradlinigere, seufzende Veröffentlichung zu sein, beginnt er als kunstvollere Folk-Ballade mit zart verdrehten Akustikgitarren und klagendem Gesang, bevor eine hellere Tönung der Gitarren und ein einfacher Refrain Sicherheit bieten. An manchen Stellen fühlt sich das Album so akribisch geplant an, dass es langweilig und träge wird, mit ein paar minutenlangen Instrumentals, die explizit einen Stimmungswechsel beschreiben. Ansonsten ist es aber einfach nur schön. 

Wir wickeln uns mit einem Klimpern ein, das sich anfühlt, als würde Regen über unser Schlafzimmerfenster tropfen und kehren damit zu einer der Eröffnungsbemerkungen von Burch zurück: „If there is someone to love, is that what you are dreaming of?“