Norah Jones – The Fall

Sie erstrahlt manchmal im Glanz eines Wunders. Ausgestattet mit dem unerbittlichen Antrieb zu Überleben, mähte Sie sich durch Legionen Ihrer weiblichen Singer.- und Songwriter Kolleginnen. Sie war zum Zeitpunkt Ihrer ersten Veröffentlichung gerade einmal 23 Jahre alt und verstand es schon damals auf perfekte Art und Weiße liebevolle Schauplätze mit idyllischen Malereien zu verzieren. Bis heute konnte Norah Jones 36 Millionen Exemplare Ihrer Alben verkaufen. In der heutigen Zeit erscheint eben genau das wie ein Wunder. Doch unergründlich sind die Wege des Erfolges und einzig die zurückbleibenden Schritte von Jones mit der Größe eines Brachiosaurus, zeigen den unaufhaltsamen und zielstrebigen Weg der hübschen New Yorkerin. Ebenfalls pflastern unzählige Preise Ihre Karriere, wenngleich natürlich der unvermeintliche Wirrwarr vor sieben Jahren mit den vielen Grammy Awards nicht mehr folgen wird. Aber das ist auch überhaupt nicht mehr nötig. Die Anerkennung hat sich Norah schon lange verdient und so ändert sich auf ‚ The Fall ‚ auch ein bisschen die Richtung. Geschmackvollere und stärker vom Klavier geführte Nummern, die sehnsüchtig nach Liebe rufen, erwarten uns auf der fünften Studioplatte. Es gibt sicher ein paar vertraute Nummern darauf wie ‚ Chasing Pirates ‚ und ‚ Even Though ‚, doch dominierend sind dabei die Gitarren Sounds mit einer Echo Atmosphäre wie Sie damals nur Tom Waits spielen konnte. Die Ähnlichkeit ist aber kein Zufall, der Hersteller ist in beiden Fällen der Selbe und lässt so die Melodien in hüpfende Rhythmen und elektronischen Spielereien zu einer heiseren Stimme von Jones erheben. Das Ambiente ist durchgehen stimmig und findet keine Ecken an denen man sich stoßen könnte. Auch ist die feste Besetzung Ihrer Band verschwunden und so ist es vielleicht auch nicht wunderlich, hier eine neu entdeckte Zähigkeit zu finden, Szenarien die aus einem einzigen chaotischen New Yorker Leben gerupft wurden. ‚ Back To Manhatten ‚ erzählt die Geschichte beider Liebenden, die durch die gegenüberliegenden Seiten des Flusses auseinander gerissen wurden. ‚ Stuck ‚ wurde mit Hilfe von Rocker Will Sheff geschrieben und beschreibt eine durchzechte aber unglückliche Nacht in der Stadt. Danach folgt mit ‚ It’s Gonna Be ‚ eine dicke Breitseite gegen die Banalitäten der schalen TV Sendungen zu funky Keyboard Tönen und einem stampfenden Schlagzeug. Norah Jones hat am Ende von ‚ The Fall ‚ endlich mit Ihren bezaubernden 30 Jahren zu sich selbst gefunden.