Mr. Oizo – The Church

der legendäre französische produzent und in Los Angeles ansässige künstler mr. oizo hätte sein neues Album ‚ The Church ‚ eigentlich schon im letzten Jahr veröffentlicht, doch nach ein paar Verschiebungen sind wir nun im Januar gelandet und erfreuen uns dementsprechend nicht minder über diesen druckvollen und durchsetzungsfähigen Start ins neue Jahr 2015. ‚ The Church ‚ ist ein aufwendiger und schwer verdaulicher Ausflug in unerwartete Klandimensionen. Geschmeidig und chaotisch zugleich. Den ersten Eindruck dazu präsentierte uns der Franzose Ende des letzten Jahres in seiner Single ‚ Machyne ‚, die uns mit ungeheuerlicher Geschwindigkeit in ein gnadenloses Wurmloch katapultierte. Überall auf dem Album tummeln sich zudem festgezurrte Fraktale und anzügliche Gesänge zu keuchender Intensität. Beständigkeit und Struktur findet sich in ‚ The Curch ‚ keine. Die Musik von Quentin Dupieux dient einzig dem Verlangen natürliche Zustände zu stören, diese mit kindischer Liebe in die Enge zu treiben. „scream for daddy“ heißt da eine erschreckende Bitte in ‚ Dry Run ‚ und gehört zu den besten Momenten des Albums. Generell wird es meist dann herausragend, wenn die Songs Ihre eigene Verrücktheit in den Vordergrund drängen. Dupieux hat seine Karten auf den Tisch gelegt und das Ergebnis sind zahlreiche Regelverstöße, die explizit die Macht der Suggestion nutzen und den Zuhörern eine aufregende akustische Exkursion ins neue Jahr bieten.