Joe Pernice – It Feels So Good When I Stop – Novel Soundtrack

Seine stetig nach oben verlaufende Karriere begann damals im Jahr 1991 in Northampton, Massachusetts. Joe Pernice veröffentlichte Mitte der 90er Jahre mit seiner damaligen Band The Scud Mountain Boys drei Alben bevor 1997 die Auflösung folgte. Danach ging es weiter mit den Pernice Brothers und dem Debüt ‚ Overcome By Happiness auf dem Label Sub Pop. 2001 erschien mit ‚ The World Won’t End ‚ die erste Platte auf seinem eigenen Label Ashmont Records. Nach vielen weiteren Veröffentlichungen und dem Solodebüt ‚ Big Tobacco ‚ im Jahr 2003 erschien im selben Jahr eine Reihe an Kurzgeschichten über die wichtigsten Alben der letzten Jahre Rockgeschichte, in denen auch Pernice mit seinem autobiographischen Roman über „The Smith’s 1985 album of the same name“ und die Auswirkungen seiner frühen Teenager-Tage vertreten war. In diesem Jahr erscheint also mit dem Roman ‚ It Feels So Good When I Stop ‚ auch gleich der passende Soundtrack dazu, beides geschrieben und komponiert von Joe Pernice. Die Geschichte handelt rund um die Hauptfigur, die von der Kindheit zögerlich in das Erwachsenen Alter hinüber schreitet. Es lassen sich dementsprechend viele musikalische Referenzen entdecken und sogar eine fiktive Band mit dem Namen The Young Accuser, die sanft den Protagonisten durch die Handlung führt. Zu kaufen gibt es den Roman inklusive Soundtrack, mit den phantastischen Coverstücken, wie ‚ I Got To Pieces ‚ von Del Shannon und ‚ Chevy Van ‚ von Sammy Johns. Natürlich finden sich neben diesen Klassikern auch moderne Songs wie ‚ Tell Me When It’s Over ‚ von Dream Syndicate und ‚ Found A Little Baby ‚ von Push. Es ist wundervoll zu beobachten, wie jeder einzelne dieser Songs im geistigen Auge den Roman zum Leben erwecken kann. Dabei vermischen sich geschickt die Coverversionen mit den Stücken seiner fiktiven Band The Young Accuser, die in ‚ Black Smoke, No Pope ‚ die Instrumente zauberhaft im Einklang verschmelzen lassen. Am Besten sind jedoch die emotional mächtigen Songs auf dem Album. ‚ I Go To Pieces ‚ und ‚ Hello It’s Me ‚, die an Dramaturgie kaum zu überbieten sind. Doch selbst in ausgelassener Stimmung mit dem Track ‚ That’s How I Got To Memphis ‚ von Tom T. Hall weiß Pernice zu überzeugen und einzig das träge und langweilige ‚ I’m Your Puppet ‚ fällt hier an dem ansonsten markelosen Album heraus. Insgesamt arbeiten die beiden Werke aber äußerst harmonisch zusammen, glänzen mit charmanten Einlagen und verstehen es ebenso getrennt zu leben, wenn zum Beispiel der ein oder Andere das Buch nicht lesen will und nur Fan seiner Musik ist.

7.3