Jennifer Lopez – A.K.A.

Fans ihres letzten Pop Albums werden enttäuscht sein, aber für diejenigen, die die klassische JENNIFER LOPEZ mögen, gibt es auf der neuen Platte viel zu lieben. Von den reinen Pop-Aspekten der aktuellen Singles bis zu den raueren Hip-Hop-Momenten, die während des Albums verteilt wurden, zeigt Lopez, dass sie alles kann – selbst diese nervigen, langsamen Balladen.

Jennifer Lopez aka J-Lo hat sich im Laufe ihrer Karriere in vielen Genres versucht, von der Pop Diva über Latino bis hin zu elektronischer Tanzmusik. Auf „A.K.A.“ kehrt sie zu ihren urbanen Wurzeln zurück, mit vielen langsamen Mid-Tempo R&B und Hip Hop Tracks. Ungefähr um diese Zeit vor 15 Jahren veröffentlichte Jennifer ihr erstes Album „On The 6“ und ist seitdem eine Ikone in der Musikindustrie, mit einer Liste von Erfolgen, die wahrscheinlich größer sind als sie selbst. Mit R&B, Hip Hop und urbanen Flair beginnt der Titeltrack und mischt dazu noch spannende EDM Einflüsse, die zusammenstoßen, um eine schlagkräftige Nummer zu produzieren, bei der Lopez erklärt, dass sie nicht das gleiche Mädchen ist, die wir einst vor vielen Jahren kennen lernen durften.

„First Love“, die aktuelle zweite Single des Albums, zeigt die Künstlerin, die auf einer glorreichen Popnummer mit R&B-Einschlag tanzt, einem Genre, das Lopez vor einem Jahrzehnt im Alleingang selbst kreiert hat. Der Track ist gut ausgearbeitet, eine rasante Nummer, die den liebevollen Gesang der Künstlerin und eine entzückende Botschaft der Liebe und des Glücks hervorhebt. Der fünfte Titel des Albums bietet einen langsamen und faszinierenden Hip Hop Umweg um einen glänzenden Pop-anlehnenden Vorläufer. Es springt in einem urbanen Rhythmus aus dem Jahr 2014, erzählt von einer Beziehung und warnt vor dem baldigen Untergang: “Don’t let the tables turn/ don’t let the bridges burn/ been down for you don’t get it confused/ boy you could lose your turn.”

Die Kombination von Jennifer Lopez und Pitbull auf einem von Diplo produzierten und von Chris Brown geschriebenen Song ergibt eine massive Tanznummer. Die männlichen Kollaborateure auf dem Song sind keine Neulinge, die öffentlich ihre Wertschätzung für die Sängerin bekunden, wenngleich Lopez‘ berüchtigter Hintern zweifellos der Katalysator für die Entstehung des Songs war. Der potenzielle Hit bittet um eine Tanzgruppe und eine spektakuläre Choreografie. Letztlich ist das Album eine lustige, persönliche und emotionale Erfahrung, die erneut eine künstlerische Neuerfindung zeigt und gleichzeitig viele radiofreundliche Beats beisteuert.

7.6