Taylor Swift – Reputation

Auf Ihrem Artwork zum neuen Album ist es nicht nur der Lippenstift, der im Ton dunkler geworden ist. Die erste Single aus „Reputation“ fühlte sich wie die unfeierliche Kehrseite der Vorgänger-Single „Shake It Off“ des vorherigen Albums an. Ihre Stimme legt sich über einen pochenden Bassrhythmus und lässt den Verdacht entstehen, sie und Produzent Jack Antonoff haben ein Elektro-Clash-Update des Boom-Car-Klassikers „Supersonic“ geplant. Unabhänigig der Gedankenspiele ist es der Chorus in „Look What You Made Me Do“ tonangebend und baut den Track zu etwas Großem auf. Auch „…Ready For It?“ spielt mit mächtigen Bässen und zeigt eine Swift, die einfach nur Spaß haben will. Spaß daran, mit der eigenen Wut herumzuspielen. Überhaupt ist „…Ready For It?“ aus meiner Sicht die bessere Single. Es opfert keine Melodien für langweilige Teenager-Dramen, ist vielmehr schlagkräftig und einfach lautstark. Leider gestaltete sich dann „Gorgeous“ wieder als Single-Flop. Der Song möchte mit seinen farbfrohen Melodien Schönheit vorspielen, dabei ernstgenommen werden und verliert sich am Ende doch nur in dünnen Texten und spindeldürren Arrangements.

7.0