Hudson Mohawke – Lantern

Über die letzten Monate fing auch ich an, den schottischen Produzenten in meinem Gedächtnis fest zu halten. Sein kryptisches Teaser-Video zum neuen Album kreierte ungemeinen Eindruck und Spannung an die nun versammelten MDMA getränkten Rap-Hymnen. Drake, Lil Wayne, Björk, Antony & The Johnsons, R. Kelly, Big Sean, Pusha T, Pharrell, Mark Ronson, Miguel, John Legend, Future, Rick Ross – die Liste von Leuten, mit denen Hud Mo inzwischen zusammengearbeitet hat. Sein eigener Sound bringt symphonische und triumphierende Melodien hervor, die man bei seinen bisherigen Arbeiten für besagte Künstler in dieser Komplexität nicht finden konnte. Das eröffnende Titelstück gibt den Ton an. Intensive viszerale Musik, dystopische Verfolgungsjagden in einer pulsierenden Club-Atmosphäre. Doch wer ausschließlich auf aggressiv walzende Tracks wie ‚ Chimes ‚ hoffte, wird enttäuscht. Die stärksten Tracks auf ‚ Lantern ‚ sind ‚ Scud Books ‚ und ‚ Shadows ‚. Der Rest eine betörende Sammlung aus effektiven Popsongs, gut funktionierenden Kollaborationen und elektronischen Effekten. ‚ Lantern ‚ ist ein echtes Fusion-Album, ein musikalischer Schmelztiegel, in dem alles miteinander verschmilzt und sich herauskristallisiert, auf das er in den vergangenen Jahren hingearbeitet hat. Hudson Mohawke ist derzeit eine Klasse für sich und kein Mann für irgendeine Schublade dieser Welt.