Glass Animals – ZABA

Viele Künstler, Bands und Labels haben sich für den 06.06. als Tag der Veröffentlichung ausgewählt. Jack White, The Pains of Being Pure at Heart, The Phantom Band, Kasabian, Chrissie Hynde, Highasakite und noch so einige mehr. Man sollte dabei eigentlich meinen, hier ein Album der Woche zu finden würde sich zu einer langwierigen und intensiven Arbeit entwickeln. Doch haben sich bereits über die letzten Woche immer wieder betörende und einzigartige Klänge aus den dunklen Tiefen der Elektronik mit einem glitzernden melodischen Touch tief in das eigene Herz gebohrt. Die nahezu perfekten Songs kreierten im Vorfeld aufregende Neugierde und es war spannend zu sehen, wie sich die Glass Animals nach jeder neuen Veröffentlichung wandelten, von R’n’B in subtile Elektronik abtauchten und mit optimistischen Klängen aus dem Deep House Bereich wieder zurückkamen. ‚ Pools ‚ fasst dabei auf dem Debütalbum die tragende Philosophie am Besten zusammen. Entfremdende Drums bieten einen erdigen Untergrund, während benebelte Synths und Gitarren einen hauchdünnen Glanz hinzufügen. Die gehauchten Gesänge von Dave Bayley huschen dabei als zarte Lebewesen getarnt, geduckt über den Waldboden in die vitalen Klangfarben des dichten Dschungels. Trotzdem bleibt ‚ Gooey ‚ das unvermeindlich fordernde Flagschiff auf dem Debüt. Die hier folgenden Minuten gleichem einen Fieber-Delirium, einem narkotisierten Traum, einem rätselhaften Bewusstseinsstroms, das mit Knacken, Knistern und Zirpen ein Wunderland vor unserem geistigen Auge entfesselt, welches einem mit seiner Textur, Dynamik und Musikstilen um den Verstand bringen wird.

8.5