Du Blonde – HOMECOMING

HOMECOMING ist die erste Platte, die von DU BLONDE aufgenommen, produziert und selbst veröffentlicht wurde. HOMECOMING wurde in mehreren Sessions zwischen Los Angeles, London und Newcastle geschrieben und ist eine unvergleichliche Sammlung von Garage, Glam und Hard Rock.

Die Entscheidung von Beth Jeans Houghton, ihre Band Hooves of Destiny 2012 zu verlassen und – nach einem musikalischen und wörtlichen Zusammenbruch – unter dem Namen Du Blonde alleine weiter zu machen, führte zu “ Welcome Back To Milk“ im Jahr 2015. Dann kam die Reduzierung ihres Sounds vier Jahre später auf dem zum Punk hingewandten „Lung Bread For Daddy“, dass zugleich eine verletzlichere Seite der Künstlerin zeigte. Nun folgt „HOMECOMING“ und damit ein herrlich frisches und lebendig wirkendes Album, auf dem sich Du Blonde eine herausragende Besetzung von Kolleginnen und Kollegen wie Shirley Manson, Andy Bell und Ezra Furman einlädt und eine kompakte Sammlung an Garage Rock Songs präsentiert, die sich so gut wie nie zuvor zwischen eingängig und absurd bewegen.

Natürlich gibt es jede Menge großartiger Alben, aber nicht alle haben die Heilkräfte, die in Du Blonde’s liegen. Manchmal brauchen wir eben ein Album, das uns daran erinnert, warum wir Musik überhaupt geliebt haben, eines, bei dem wir uns (klischeehaft oder nicht) wieder wie Teenager fühlen. Kurze, süchtig machende Tracks verraten den talentierten kreativen Verstand, der geschätzt werden muss, ergänzt durch die genannten Kollaborationen, die zeigen, dass dieses Album viele Dinge beherrscht, einschließlich Leidenschaft und jede Menge Spaß. Ja diese Platte macht Spaß! Mehr als bei jedem früheren Du Blonde Album bietet „HOMECOMING“ auch eine starke Anerkennung und sogar Akzeptanz einiger ziemlich knorriger Situationen. „I’m Glad That We Broke Up“ ist lebhaft und manchmal sogar fröhlich, „Take Me Away“ ist trauriger, stellt aber ein kraftvolles Zeichen innerer Stärke dar.

Houghton’s Entscheidung, zunehmend nach innen zu schauen und ihren Prozess zu isolieren, können vielleicht als Spiegel der gegenwärtigen Umstände der Welt angesehen werden. Und das mag teilweise wahr sein. Aber für eine Künstlerin, die Energie darin findet, Dinge ständig zu bewegen und aufzurütteln, sind die Entscheidungen, die dazu geführt haben, dass „HOMECOMING“ anders ist als alles, was sie zuvor getan hat, vielleicht mehr in ihrer DNA als eine Reaktion auf externe Ereignisse. “I’ve been a queen, I’ve been a king, and still I don’t fit in”.

8.9