Cloud Control – Bliss Release

Cloud Control würde es ohne das Heidi gar nicht geben. Warum? Eigentlich gibt es die Band im Prinzip nur, weil Heidi ihren Bruder und seine Freunde bei einem Bandcontest an der Universität von Sydney angemeldet hat. Nachdem man praktisch keine andere Wahl mehr hatte als eine Band zu gründen, übernahm Heidi dann auch direkt den Keyboard Part. Die daraus entsprungen Melodien für Ihr Debüt ‚ Bliss Control ‚ sind simpel gestrickt, machen Laune, lassen die Gitarren munter auf Ihren Saiten klimpern, die Rhythmus-Sektion schleicht angenehm sanftmütig durch die Strophen und Ihre Texte klingen in der Regel unverbindlich und unscheinbar. Die zweite Single ‚ This Is What I Said ‚ spiegelt aus diesen Attributen eine energiegeladene und tanzbare Version Ihrer ebenbürtigen Abbilder. Denn auch die weiteren Songs versprechen schrullige Eingängigkeiten in ansteckenden Kostümen, die weitläufig und emotional, wie zum Beispiel in ‚ Hollow Drums ‚ die richtige Mischung kreieren. Das akustische Stück ‚ Just For Now ‚ badet förmlich in dem üppigen Chor, schluckt dazu eine Menge an folkloristischen Anleihen, die auf Ihrer Seite wiederum für das gewisse Extra sorgen. Außerhalb der gängigen Zeitgenossen der Popmusik bewegen sich auch die Gesänge. Es ertönt wie eine farbenfrohe Mischung aus Tamper Trap, dem aufsteigenden Sonnenschein von The Mamas and Papas und der unfehlbaren Würze von Jefferson Airplane. Atemberaubende drei- und vierstimmige Harmonien sind hierbei inklusive. Wright und Lenffer seufzen sich durch stechende Gitarren im Stück ‚ Death Cloud ‚ und gurren sich durch die kühle Brise im erwähnten ‚ Just For Now ‚. Doch besonders gegen Ende wird die Platte hinterhältig, stürtzt sich in die heimtückische Dunkelheit und es kann nicht geleugnet werden – ‚ Bliss Release ‚ ist eindeutig umfangreicher in seinen Ansichten, als die meisten anderen Folk-Pop Alben. So erscheint uns ‚ Hollow Drums ‚ in der letzten Sequenz sehr sparsam, beginnt allerdings mit leisen Gitarren und der Stime von Wright. Lenffer steigt kurz darauf mit ein und plötzlich wandelt sich die Atmosphäre von einem strengen Blick in eine hetzerische Verfolgung. ‚ My Fear #2 ‚ ist glücklicherweise ein rückkehrender Streifzug in das Gebiet der Up-Tempo Songs und mit ‚ Beast Of Love ‚ stimmen Cloud Control den passenden Abschluss an. Nun dürften alle bösen Geister ausgetrieben sein, der Spuk wurde verbannt und das mit einem herrlichen Falsett Chor: „You were all I needed/ You are I need still”. Eindringlich bleibt ‚ Bliss Release ‚ bis zur letzten Sekunde, aber auf sehr angenehme Weise. Ihre Songs sind eingängig, machen Spaß und konnten die berauschenden Erwartungen über alle Maße erfüllen.