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CATE BROOKS Prismatics

2024

CATE BROOKS, bekannt für ihre Erforschung der ängstlichen Psychedelia der Informationsfilme der 1970er Jahre in The Advisory Circle, verlagert ihren Fokus in PRISMATICS auf das glasklare goldene Zeitalter der Unternehmenselektronik von Anfang bis Mitte der 1980er Jahre.

Cate Brooks’ „Prismatics“ existiert wie eine perfekte Anomalie: ein Portal zum goldenen Zeitalter der kosmischen Musik, mit solcher Präzision gestaltet, dass es kaum zu glauben ist, dass es im Jahr 2024 erscheint. Das Album pulsiert mit Psychedelia der Berliner Schule, fühlt sich aber dennoch absolut lebendig an, weder an strikte Hommage noch an moderne Künstlichkeit gebunden. „Prismatics“ erinnert ästhetisch an Vaporwave, vermeidet jedoch die postironische Internetkultur, aus der es hervorging. Anstatt eine respektlose Kritik des modernen Kapitalismus zu präsentieren, kann das Album als kultureller Kommentar zum schnellen Fortschritt des technologischen Fortschritts und der Kommerzialisierung historischer Erzählungen dienen. Es nimmt keinen satirischen Standpunkt ein; stattdessen fungiert es als getreue Hommage an die ewige Seltsamkeit der Originalmusik.

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Alles beginnt mit „Blue Chip Fever“, einem kühnen Auftakt, der das Tempo vorgibt. Der Track versetzt uns sofort in die Falten von Brooks’ Klanguniversum – mechanisch und doch melodisch, nostalgisch und dennoch belebend. Das Highlight ist „Technology Suite“, eine zehnminütige Reise mit makelloser Sequenzierung und üppigen Tonwechseln. Sein kinetisches Tempo und seine gleichmäßigen Rhythmen wirken fast meditativ, doch sein Vorwärtsdrang ruft Bewegung hervor – dies ist Musik, die einen zum Laufen antreiben könnte, wobei jeder Beat mit der Kadenz der Füße auf dem Asphalt synchronisiert ist. „Chipset“ ist ein weiteres Highlight und hebt das Magische an Brooks‘ Note hervor; sie versucht nicht, archaischen Klängen einen zeitgenössischen Rhythmus aufzuprägen, sondern erschafft die Atmosphäre neu, die die Originalmusik so dauerhaft seltsam machte.

In „Prismatics“ ermutigt uns Brooks, die idealistische Verspieltheit der digitalen Morgendämmerung des Retrofuturismus zu nutzen. Fans hypnotischer Synthscapes – insbesondere diejenigen, die Stunden mit klassischen elektronischen Traumlandschaften verbringen – werden hier viel finden.

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81
digitalkunst
2024
Prismatics
VE-0276-PE

Dieses Album ist innerhalb seiner Stimmung platziert und bewertet. Die folgende Auswahl zeigt Titel derselben Stimmung, die im Ranking darüber oder darunter liegen. Sie dient der Einordnung, nicht der Empfehlung.

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