BOY & BEAR Moonfire
Mit einem Hauch von Klischee und musikalischer Vielfalt: BOY & BEAR und ihr Debüt MOONFIRE zwischen fesselnden Harmonien und der Suche nach Identität.
Den größten Erfolg erlebten Boy & Bear nach Ihrer gemeinsamen Tour durch Australien im Jahr 2010 mit den Mumford & Sons, als Marcus Mumford die Band außerordentlich lobte und diese als erstaunlich fesselnd in Bezug auf deren vergangenen Liveshows bezeichnete. Aber in Australien sollte sich bald herausstellen, dass Boy & Bear auch ohne kostenlose Publicity erfolgreich sein konnten. Doch wird es nun mit der kommenden Veröffentlichung ‘ Moonfire ‘ auch hierzulande klappen? Zugegeben, ein erster Blick auf so manche Textzeilen lässt die Band zugleich ein wenig klischeehaft wirken: “See my body keeps in line/ And I got my whole damn life/ Oh I want to be somebody, somebody, someone/ You’re so desperate now/ Oh no you won’t let it go/ You bit of your tongue to become one”. Auch die folgenden Zeilen aus dem Song ‘ Part Time Believer ‘ pflügt mir das Bild eines schmalzigen Hollywood Streifen vor das geistige Auge: ““I remember sitting back on my balcony/ I was a-listening to The Rolling Stones/ See, I was waiting for my dad to come home from work/ So I could show him all the chords that I’d learned.”
Und leider ist das Ganze wie man sehen kann, kein Einzelfall. Doch textlich abgeschweift, entdeckt man durchaus bestechende Szenen in ‘ Moonfire ‘. Und diese mögen einen durchaus so schnell nicht mehr gehen lassen. ‘ Milk And Sticks ‘ ist voll von gegensätzlichen Klängen und glänzt durch eine fantastische Instrumentierung, die sich wiederum an der erstaunlichen Stimme des Frontmanns Dave Hosking orientiert. ‘ The Village ‘ ändert dagegen völlig die Richtung des Albums: Afro Beats, harmonische Gesänge und Reggae-Rhythmen kreieren definitiv Abwechslung. Aber auch verhaftende Nummern wie das stumpfe und leblose ‘ My Only One ‘ sorgen für Abwechslung – wenngleich auf negative Art und Weise. Schlussendlich bleibt ‘ Moonfire ‘ ein dementsprechend durchwachsenes Debüt, welches stets bemüht nach der eigenen Persönlichkeit sucht und Konsistenz vermissen lässt. Dafür überzeugen die strukturierten Harmonien und mit dem Hype durch Marcus Mumford im Nacken – dürfte ‘ Moonfire ‘ dennoch ein kommerzieller Erfolg werden.
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