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Grafisches Cover mit stilisierter Blume und geometrischen Formen.
ALBUM

Let It All In ARBOURETUM

2020
MSTAX ALBUMPROFIL

Mit ARBOURETUM und dem Album LET IT ALL IN verschmelzen kosmischer Folk-Rock und ländliche Psychedelia zu einem experimentellen Klangteppich, der trotz Mid-Tempo-Ruhe in seinen besten Momenten fesselt.

Arbouretum basiert auf dem meisterhaften Songwriting und dem gebieterischen Gesang von Bandleader Dave Heumann, der in den 2000er und 2010er Jahren damit verbrachte, exzellente Alben mit leicht kosmischem Folk-Rock herauszubringen. Im Laufe der Zeit lehnte sich die Band an einen britischen Folk-Einfluss an und schnürte Heumann’s Erzähllieder mit eindringlichen, traditionellen Melodien. Das neunte Album „Let It All In“ findet die Band an der klarsten Artikulation ihres Sounds, die es je gab, und verwischt die Grenzen zwischen Woodsy Folk, ländlicher Psychedelia und einer experimentellen Interpretation von Roots Rock. 

 

“No Sanctuary Blues” begleitet Arbouretum am Scheideweg all ihrer vielfältigen Impulse. Solides Rhythmus-Sektionsspiel wechselt zwischen Bar-Room-Rock und weitläufigen Landschaften, während Heumann sich von temperamentvollen Gesängen entfernt und nur Gitarrensoli im Stile eines Richard Thompson anbietet. Die Momente der kosmischen Ausflüge werden durch die unauffälligen Synth-Texturen des Keyboarders Matthew Pierce hervorgehoben. Der folgende Instrumental-Track “Night Theme” zeigt auch Pierce’s Synths-Spiel und kontrastiert sanften Folk-Rock mit verstimmten Alien-Keyboard-Tönen. 

Der treibende Krautrock-Beat, der den Titeltrack nach vorne peitscht, lässt viel Platz für Heumann’s Gitarrenarbeit und Texte, die die Unterschiede zwischen Massenbewusstsein und einer inneren Welt erforschen. Das Lied schiebt sich fast 12 Minuten lang vorwärts und bleibt während der gesamten Dauer engagiert und angespannt. Das Hauptproblem bei diesem Album ist, dass es hartnäckig in einer Mid-Tempo-Ruhe bleibt. Es gibt keine großen, zerreißenden Gitarrensoli und nur wenige instrumentale Crescendos. Die einzige große Ausnahme ist das angesprochene “Let It All In“. Diese 12 Minuten sind die gefühlt schnellsten 12 Minuten auf dem Album. Ruhige Kontemplation ist natürlich eine gute Sache in Maßen, aber die, zu der wir zurückkehren werden, ist Song sieben, weil er rockt.

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