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Texturreiches, collageartiges Cover des Albums „Jazz Codes“ von Moor Mother, das mit üppigem Stoff, Goldfäden, Glasperlen und abstrahierten Gesichtern ein afro-futuristisches Mosaik zwischen Erinnerung, Widerstand und Mythos bildet.
ALBUM

Jazz Codes MOOR MOTHER

2022
MSTAX ALBUMPROFIL

JAZZ CODES von MOOR MOTHER nutzt Poesie als Ausgangspunkt, aber die Songs gehen in Richtung mehr Melodie, mehr Gesangsstimmen, mehr Refrains und mehr Komplexität.

Moor Mother’s neue Veröffentlichung „Jazz Codes“ ist eine Ergänzung zu ihrem 2021 erschienenen Album „Black Encyclopedia of the Air“, das etwas zugänglicher als ihre anderen Werke, aber ebenso furchtlos und genrewidrig war. „Jazz Codes“ hat seinen Ursprung in einem Gedichtband über mehrere berühmte Blues- und Jazzkünstler und -interpreten. „Jazz Codes“ durchläuft idiomatische Klänge, die oft von Kollaborateuren vorgetragen werden, wobei jeder eine Referenz ist, die auf eine andere Referenz verweist, und so weiter und so weiter. Jason Moran legt auf „ODE TO MARY“ ein ausgelassenes Klavier hin, eine Hommage an die frühe Jazzpianistin Mary Lou Williams, die mit einer Archivaufnahme von Williams endet, in der er über Dizzy Gillespie spricht. 

Auf „UMZANSI“ erinnern synkopierte Drum Machines an den Philly Club und die Beinarbeit in Chicago. Bei „RAP JASM“ unterbricht Ayewa den gesprochenen Text, um einen Rap-Flow auf OutKast auszuprobieren: „Forever ever, motherfucker, you know the song.“ Auch wenn sie sich auf die Vergangenheit und die Gegenwart bezieht, macht sie sich bei „DUST TOGETHER“ Sorgen darüber, dass Dinge verschwinden, wenn sie einschläft. Sie kritzelt und kämpft nicht nur mit der Auslöschung der Marginalisierung, sondern auch mit der unausweichlichen Fehlbarkeit der Erinnerung. Entscheidend ist, dass „Jazz Codes“ nicht nur den Staub des 20. Jahrhunderts untersucht; es weist auf das anhaltende Potenzial der Form hin. 

Dies spiegelt sich in Ayewa’s fachmännisch zusammengestellter Liste innovativer Gäste wider – darunter der Saxophonist Keir Neuringer, der R&B-Multiinstrumentalist Orion Sun und der Pianist Jason Moran, sowie die Flötistin Nicole Mitchell. Prof. Thomas Stanley schließt das Album und erklärt Jazz zur lebendigen Musik; Diese aus mündlichen Überlieferungen entstandene Urkraft konnte nicht nur in den Aufzeichnungen existieren. Aber was auch immer die Form sein mag, Ayewa lebt und atmet sie.

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Das Album anhören

Anspieltipps: ODE TO MARY, UMZANSI, RAP JASM

Passende Konzepte

Basierend auf Stimmung, emotionalem Profil und Klangcharakter von „Jazz Codes“.

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