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Ein kunstvoll verhülltes Gesicht unter einem Tuch mit historisch anmutendem Motiv – Symbolbild zur Rezension von Steve Masons Album „Brothers & Sisters“.
ALBUM

Brothers & Sisters STEVE MASON

2023
MSTAX ALBUMPROFIL

Das fünfte Soloalbum von STEVE MASON ist auch eines seiner besten. Zurück zu den früheren, kunstvollen Experimenten, die seine Beta Band ausmachten, ist BROTHERS & SISTERS ein erfrischendes Hörerlebnis voller Verrücktheiten.

Steve Mason war schon immer bestrebt, große, imposante musikalische Statements abzugeben. Ob als Anführer der Beta Band in den späten 90er Jahren, unter seinem Deckmantel als King Biscuit Time oder auf neueren Soloalben wie „About The Light“ und „Meet The Humans“, er hat eine besondere Fähigkeit bewiesen, Musik zu schaffen, die das Panorama kanalisiert und gleichzeitig darauf abzielt, zu inspirieren, zu erheben und zu schmeicheln. Auf dem neuesten Album „Brothers & Sisters“ baut er auf diesen seit langem bestehenden musikalischen Finessen auf, fügt aber vor allem auch neue Elemente hinzu, um ein überzeugendes Hörerlebnis zu bieten. Es kommt beeindruckend schnell aus den Blöcken, wobei jeder Track auf dem ersteren aufbaut, um eine beeindruckende Geschwindigkeit zu erreichen.

Während „About The Light“ aus dem Jahr 2019 manchmal an das Offensichtliche grenzte, steckt auf „Brothers & Sisters“ jede Menge Erfindungsgabe und Neugierde, von der eröffnenden Devo-artigen, bedrohlichen Hymne „Mars Man“ bis zum wunderschönen abschließenden Titeltrack, der auf der Tanzfläche nach Erlösung sucht. „Traveling Hard“ mit seinen hornbeladenen Hooks, der treibenden Bassline und dem Gospelchor demonstriert, wie Mason heute in der Lage ist, die Ideen zu verwirklichen, die er vor zwei Jahrzehnten nur andeuten konnte. „All Over Again“ ist eine berührende Ballade, die Mason zu sagen scheint: „Whatever I’ve done has brought me here / So, it was all worth it and I’d do it all again“. Wenn der London Community Gospel Choir einsetzt, schaltet der Song noch ein paar Gänge höher.

„Pieces Of Me“ fühlt sich wie eine weitere Neubewertung seines Nebenlebens an; „Fuck your heated pool“ ist am aufschlussreichsten. Ob er sich The Black Affair, King Biscuit Time nennt oder Mitglied von Knave, The Beta Band, The 2nd Generation, SetXis oder Alien Stadium ist – die Musik ist immer großartig. Auf „Brothers & Sisters“ klingt er, als würde er sich in seiner Haut wohl fühlen und dabei erhebende Musik schreiben, die keine massive politische Botschaft enthält, obwohl eine da ist. Es hat keine massiv persönliche Botschaft, obwohl sie da ist. Stattdessen hat er ein Album für alle geschrieben.

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Ein kunstvoll verhülltes Gesicht unter einem Tuch mit historisch anmutendem Motiv – Symbolbild zur Rezension von Steve Masons Album „Brothers & Sisters“.

Steve Mason – Brothers & Sisters

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Das Album anhören

Anspieltipps: Traveling Hard, Mars Man, All Over Again

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