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Ein blaues Auge in Nahaufnahme vor einem wolkigen Himmel.
ALBUM

Only See SIA

1997

Sia Kate Isobelle Furler ist eine australische Sängerin und Songwriterin. Sie begann ihre Karriere in der Acid-Jazz-Band Crisp Mitte der 1990er Jahre in Adelaide. 1997 löste sich die Band auf und nun, wenige Monate später, erscheint das Debütalbum ONLY SEE von SIA.

Sia ist faszinierend. Seien es die fesselnden gebrochenen Gesänge, oder die leicht schräge lyrische Interpretation romantischer Sehnsüchte. Obwohl Sia nicht bei den eingängigen, hochfliegenden Refrains ihrer ungeheuer populären Zeit gelandet ist, ist dies erkennbar das Werk einer zielstrebigen Künstlerin. „Only See“ lebt von minimalistischen Tendenzen. Diese Tracks konzentrieren sich vollständig auf Sia’s Gesangsmelodie, so sehr, dass die Begleitung im Hintergrund verschwindet. Trotz ein paar Synthesizer- und Gitarren sind es hauptsächlich ihre Gesänge und Percussion. „Don’t Get Me Started“ heißt der eröffnende Song und ist wirklich gut. Ein bisschen Schlagzeug, eine Bassline und Sia’s Gesang, dazu Geräusche, die klingen, als kämen sie von einer zerkratzten Schallplatte.

„I Don’t Want to Want You“ beginnt ebenfalls mit einem Schlagzeug-Intro, aber im Gegensatz zum ersten Track ist dieses viel schneller. Es ist ein relatives einfaches Lied, bestehend aus Synthesizer, Sia und dem Schlagzeug. Etwa in der Mitte des Songs wird es jedoch nur noch Sia und das Schlagzeugspiel, und dann, plötzlich, wird ein viel leichterer Synthesizer eingeführt. Am Ende verklingt das Lied langsam, während Sia’s Gesang immer leiser wird. Es ist leicht, sich von den ersten paar Tracks entmutigen zu lassen, da diese die weniger geformten Songs auf der Platte darstellen – sowie von einigen durchgewürfelten Nummern, darunter „Asrep Onosim“, „Beautiful Reality“ und „Tripoutro“. 

Doch gibt es manch lohnende Überraschung, wie „Stories”, “A Situation” und „Shadow“, während „Take It To Heart“ die vielleicht am besten ausgebildete Melodie ist. Letztlich ist das Debüt von Sia ein bisschen TripHop, Experimental und Downtempo. Man darf gespannt sein, wohin uns die Reise mit der talentierten Künstlerin aus dem Süden Australiens in den kommenden Jahren führen wird.

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Passende Konzepte

Basierend auf Stimmung, emotionalem Profil und Klangcharakter von „Only See“.

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