Author

MariaStacks

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Mick Harvey & Amanda Acevedo – Psychedelia in White

Wenn Nick Cave’s alter Weggefährte MICK HARVEY und Amanda Acevedo zur großen Mythenschau bitten, droht der versprochene Rausch stellenweise unter dichten Streicherteppichen zu ersticken. PSYCHEDELIA WHITE besitzt durchaus verfünfzigfachte Gitarrendynamik und feine Gothic-Momente, präsentiert sich am Ende jedoch mehr als gepflegtes Schwelgen denn als echter Trip.

FKJ – Tyber

FKJ liefert auf seinem dritten Album TYBER ein feingliedriges Manifest der Entschleunigung ab, das mühelos die Grenzen zwischen Neo-Soul, organischem Jazz und elektronischer Live-Improvisation auflöst. Es ist ein introspektives Meisterwerk, das uns eine Wohltat im hektischen Alltag schenkt.

Chat Pile – Who Loves The Sun

CHAT PILE sezieren auf WHO LOVES THE SUN die eigene Gleichgültigkeit mit unerwarteter melodischer Schärfe. Wo bisher roher Lärm und Ekstase herrschten, regiert nun das dumpfe Funktionieren einer abgestumpften Gegenwart. Ein finsteres Werk der Verweigerung.

Ezra Collective – Here Because of Hope

EZRA COLLECTIVE entwerfen auf HERE BECAUSE OF HOPE eine afrodiasporische Landkarte aus Tanzwut und politischem Bewusstsein. Das Quintett verhandelt schwere Geschichten in mitreißender Leichtigkeit und beweist eindrucksvoll, warum britischer Jazz längst die großen Arenen erobert hat.