Author

MariaStacks

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Kasabian – ACT III

KASABIAN versuchen auf ihrem neuen Album vergebens, den einstigen Großstadt-Swagger wiederzubeleben. Serge Pizzorno verwechselt auf ACT III jedoch altbekannte Routinen mit echter künstlerischer Dringlichkeit. So verkommt der einst treibende Indie-Rock stellenweise zur blassen Formelübung für die nächsten Festival-Sommer.

Amelie Lens – AURA

Mit ihrem Debütalbum wagt AMELIE LENS den Schritt aus der rein funktionalen DJ-Kabine in das narrative Longplayer-Format. Ob die Mischung aus cluberprobten Peak-Time-Hymnen und intimen Vocals den Übergang zur reflektierten Albumkünstlerin meistert, bleibt eine Frage der Perspektive.

Ellie Goulding – I Know Too Much

Zwischen Hochglanz-Verführung und kühler Distanz: ELLIE GOULDING verfängt sich auf ihrem Album I KNOW TOO MUCH in der perfekten Nachbearbeitung gescheiterter Intimität. Wer die Beichte sucht, bekommt extrem glattpolierte Dramatik geliefert.

Sofie Royer – before/after

Zwischen süffisanter Selbstzerlegung und doppelbödigem Indie-Pop seziert SOFIE ROYER auf ihrem neuen Album das eigene Spiegelbild mit scharfer Präzision. Wenn die Wiener Künstlerin ihre Rollenbilder im Spannungsfeld von Kunstanspruch und Industrie-Realität auflöst, gewinnt die bilderstürmerische Inszenierung eine absolut kompromisslose Dringlichkeit. Das Ergebnis ist ein Kulturprodukt von beachtlicher Schärfe.