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Nahaufnahme einer Frau mit nachdenklichem Blick, Albumtitel und Künstlername rechts unten.
ALBUM

Amanda Leigh MANDY MOORE

2009

Der Titel ist dem echten Vor- und Zweitnamen der Sängerin entnommen, die akustische Instrumentierung strahlt ein gemütliches Lagerfeuer aus. AMANDA LEIGH wurde in einem bescheidenen Heimstudio im Keller aufgenommen. Botschaft von MANDY MOORE: Das ist echte Musik, kein computerisierter Starlet-Pop.

Beeindruckende Melodien und vielschichtige Harmonien dominieren das neue Album „Amanda Leigh“ von Mandy Moore und ergänzen eine vielseitige Auswahl an Songs. Da Moore ihre Haupteinflüsse (insbesondere Joni Mitchell, aber auch Carole King, Elton John und Harry Nilsson) seit der uneinheitlichen Berichterstattung von 2003 offenlegte, ist es keine Überraschung, dass sie sich stark auf den zurückhaltenden, introspektiven Pop der 70er Jahre stützt. Aber auch wenn die Arrangements herausragender Stücke wie dem keltisch inspirierten „Fern Dell“ und dem stimmungsvollen „Everblue“, einer Zusammenarbeit mit Lori McKenna, nicht gerade überraschend sind, ist es doch erfrischend, 2009 ein Indie-Pop-Album zu hören, das mehr zu bieten hat, als nur geradlinigen Pop a la Todd Rundgren – am offensichtlichsten auf der ersten Single „I Could Break Your Heart Any Day of the Week“.

Es ist eine willkommene Ablenkung – klassischer Bubblegum mit Händeklatschen komplimentiert; Wenn das kaufende Publikum vernünftig ist, sollte es der Renner dieses Sommers werden. „Love to Love Me Back“ ist der Klassiker von Mike Viola, eine sofort eingängige Midtempo-Nummer mit dreistimmiger Harmonie. Über die Qualität von Moore’s Stimme wurde viel geredet, wobei Kritiker die Überproduktion anführten, die häufig ihren schwachen Gesang verdeckte. Und manchmal kann ihre höhere Lage luftig klingen; zu viele Fänge in ihrer Stimme klingen gekünstelt. Aber zum größten Teil ist ihre Stimme genau richtig, ernst, aufrichtig und passt damit perfekt zu diesem Album. Nirgendwo wird das deutlicher als auf dem finalen Schlusssong „Bug“, einer schlichten und einfachen Solo-Akustik-Nummer.

Während „Wild Hope“ Moore repräsentierte, die ihre eigene kreative Stimme gefunden hatte, zeigt „Amanda Leigh“, dass sie diese Stimme nun viel sicherer beherrscht. Indem sie überzeugende, oft skurrile Songs belebt und gleichzeitig fantasievolle Klänge und Melodien erkundet, hat sie ihr bisher bestes Album abgeliefert.

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