Florence + The Machine – Ceremonials

Nach ‚ What The Water Gave Me ‚, der ersten Single aus dem neuen Album ‚ Ceremonials ‚ von Florence And The Machine, hatte sich kurz darauf ein weiterer Track namens ‚ Shake It Out ‚ seinen Weg in die Tiefen des Internets gegraben und dabei etwas ganz wundervolles entdeckt, dessen kostbarer Wert uns Florence Welch natürlich nicht vorenhalten wollte. Die Technik dahinter ist verblüffend und schenkt man der Dynamik kurz die gewünschte Aufmerksamkeit, wird es rasend, imposant, ruhig, schrecklich laut und wieder imposant, danach ruhig. „“I’ve been a fool and I’ve been blind, I can never leave the past behind,”,“ ertönt es zwischen der bombastischen Hymne und mit dem Refrain, „Shake it up! Shake it up!“ war es aber schlussendlich kein Wunder, daraus die erste offizielle Single zu machen. Vor einem Jahr beschrieb Florence Welch die Aufnahmen dazu als, „the most epic monstrosity of song, there’s so much bass and loads of drums“, und Produzent Paul Epworth twitterte vor einem Monat, „I love handing something over to hear it come back better. I feel for the a&r dept having to try and whittle these tracks down to 10 or 12 because there really are no weak ones.“ Das dritte Stück ‚ What The Water Gave Me ‚ wurde in ein enges und schweres 80er Jahre Goth-Gewand gezwängt, erinnert ein wenig an die frühen The Cure oder Siouxsie And The Banshees und ist simpel geschrieben, nichts anderes als die Rückeroberung ihrer Position als Königin aller Hippie Göttinnen. Soll man es so formulieren oder nicht? Ich würde meinen, warum nicht. Ach es ist ein schönes Album geworden. Am Rande hängen weiße Lilien von der Decke, dazu ein kleiner Kuchen und Kerzen. Es gab allerdings auch Verschiebungen im Klang, einer Frank Ocean-ähnlichen R&B Atmosphäre, tanzbaren Synthies auf der anderen Seite und den bestimmten Blick in Richtung der Vereinigten Staaten. Aber ansonsten wie gewohnt: Teufel, Pferde, Gebete und starke Herzen. Ein besonders traditioneller Florence + The Machine Track ist ‚ No Light, No Light ‚ mit einem krachenden Schlagzeug, der Harfe und dem psalmodieren Chor. „You want a revelation, so try a revolution“, singt sie dabei über die zerbrochene Liebe. Das letzte Stück ‚ Leave My Body ‚ zelebriert die spröde und bluesig- stampfende Rücksichtslosigkeit eines ‚ Hurricane Drunk ‚ aus dem letzten Album ‚ Lungs ‚. „I don’t care if I live or die,“ betont Welch. „I don’t want no future, I don’t need no past.“ Die Deluxe Edition erscheint mit einer zweiten CD, die acht zusätzlich Bonus Songs beinhaltet, darunter brandneue Aufnahmen, unveröffentlichte Demos und Akustik-Versionen von ‚ Heartlines ‚, ‚ Shake It Out ‚ und ‚ Breaking Down ‚.