DOLLY PARTON 9 To 5 and Odd Jobs
Nachdem ihr vorheriges Album die Gunst ihrer Fans nicht gefunden hatte, kehrte DOLLY PARTON später in diesem Jahr mit einem Album zurück, das zeigt, was sie am besten kann – eine Mischung aus selbst verfasstem Material und sorgfältig ausgewählten Covern aufzunehmen.
Nach einer Reihe miserabler Pop-Platten, bei denen ihr kitschiger Umgang mit albernem Material sie zu einem schlechten Witz machte, feiert Dolly Parton mit „9 to 5 and Odd Jobs“ ein beeindruckendes Comeback. Parton’s Macht als Folk-Heldin beruht auf ihrer angeborenen Klugheit und einer strahlenden Gesundheit, die ihre Daisy-Mae-Sexualität als gut gelaunten Trick offenbart, um Aufmerksamkeit zu erregen. Wenn man jedoch den Witz ablehnt, gerinnt der Witz zu einem dummblonden Klischee. Eine Konzept-LP über das Leben arbeitender Menschen, „9 to 5 and Odd Jobs“ ist überaus intelligent.
Vier Parton-Kompositionen, darunter das Thema aus ihrem Filmdebüt, zeigen, dass Hollywood seine aufgerissene Direktheit nicht verfälscht hat. „9 to 5“, die typische Klage einer Büroangestellten, ist so lebhaft, dass die Beschwerden zu Selbstbehauptungen werden. In „Working Girl“ nennt die Künstlerin in einer Strophe die Namen Halston und Diane Von Furstenberg und vergleicht dann im Refrain berufstätige Frauen auf originelle Weise mit „the tallest of trees“. Nur Parton kann mit einer so scharfen Verbindung von Urbanität und Folklore durchkommen.
Beim Anhören des Albums passen der Titelsong sowie „Sing for the Common Man“, „Working Girl“ und „Poor Folks Town“ alle zum Thema „Arbeiten“, aber letztlich kann man es kaum als Konzeptalbum betrachten. Stattdessen handelt es sich um eine überdurchschnittliche Pop/Country-Fusion, die sich stark an den Pop-Einflüssen orientiert. Die Aufnahme von „Dark as a Dungeon“, Merle Travis‘ Meisterwerk über die Arbeit in den Minen, ist ein düsterer Song und scheint auf einem so sonnigen Album fehl am Platz.
Man kann die Einbeziehung nur damit rechtfertigen, dass es zum Thema der Platte passt, da es Menschen gibt, die ihren Lebensunterhalt mit der Arbeit in Minen verdienen. Aber als aufgenommener Track deutet „Dark as a Dungeon“ Partons Country-Wurzeln auf dem gesamten Album am ehesten an, und die leichte Produktion passt zu ihrer Stimme und ist eine willkommene Erinnerung daran, dass Parton im Herzen immer noch ein Countrymädchen ist. Während einige Teile der Produktion dieses Albums veraltet und zeitgemäß klingen, geht der Titelsong über Zeit und Genre hinaus.
Der Rest des Albums kann nicht an die Starqualitäten dieses Liedes heranreichen, aber insgesamt ist es eine willkommene Rückkehr zu ihren Wurzeln und den Themen, die sie geprägt haben.
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