Darwin Deez – Double Down

Es ist bereits wieder zwei Jahre her, dass Indie-Pop-Renaissance-Künstler und DIY-er Darwin Deez sein Album »Songs For Imaginative People« veröffentlichte. Es war der Nachfolger zu seinem höchst erfolgreichen selbstbetiteltes Debüt. Nun ist dieses Wochenende sein drittes Werk »Double Down« auf Lucky Number (rough trade) erschienen und es bleibt damit weiterhin schwierig Darwin Deez nicht zu mögen. Nein eigentlich ist es verdammt nochmal unmöglich. Der Amerikaner, der mit »Radar Dectector« den wohl eingängigsten, smartesten und unkaputtbarsten Indie-Pop-Hit der letzten Jahre gelandet hat, befüllt das dritte Album reichlich mit Melodien, unschuldigem Liebeskummer und ruckartigen Stop-Start-Gitarren Riffs. »Double Down« versucht an alte Erfolge anzuknüpfen, das reiche emotionale Spektrum zu erhalten und bis knapp unter die Oberfläche klappt das auch. Viele der neuen Songs wie »Bag Of Tricks« machen noch genauso süchtig wie vor fünf Jahren. Die eingezogene Schlichtheit ist dabei zugleich liebenswert wie auch vitalisierend. Ein zweites »Radar Dectector« ist zwar nicht mehr vorhanden, aber gibt es doch genügend anderes auf »Double Down« zu entdecken, was am Ende bei den zahlreichen Anhängern für zufriedene Gesichtsausdrücke sorgen dürfte.

7.1