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SARAH MCLACHLAN Laws of Illusion

2010

Zwischen Schein und Stillstand: In SARAH MCLACHLAN’s Rückkehr LAWS OF ILLUSION entfaltet sich eine fragile Schönheit im Schwebezustand zwischen Verletzlichkeit, Routine und ungestillter Sehnsucht nach klanglicher Erneuerung.

Nach sieben Jahren Stille kehrt Sarah McLachlan mit „Laws of Illusion“ zurück, einem Album, das ihre charakteristische Melancholie fortführt, ohne sie entscheidend zu erneuern. Produzent Pierre Marchand bleibt ihr vertrauter Komplize, und gemeinsam rekonstruieren sie die Klangarchitektur, die McLachlan seit „Surfacing“ geprägt hat: schimmernde Pianos, luftige Gitarren, sanfte Beats. Der Unterschied liegt weniger in der Form als in der Substanz. Wo frühere Werke zwischen Spiritualität und Schmerz vibrierten, wirkt diese Rückkehr wie ein auf Hochglanz poliertes Déjà-vu. 

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Die eröffnende Nummer „Awakenings“ lässt kurz aufhorchen: verzerrte Gitarren und ein rhythmischer Puls deuten Bewegung an, fast eine Ahnung von Befreiung. Doch nach wenigen Minuten zieht sich das Album wieder in den vertrauten Kokon zurück. „Illusions of Bliss“ und „Forgiveness“ umkreisen die Themen von Selbstverlust und Vergebung, bleiben aber in einer sicheren, fast klinisch schönen Produktion gefangen. McLachlan’s Stimme besitzt weiterhin diese schwebende Klarheit, die selbst banale Zeilen adelte. Nur fehlt ihr diesmal das Risiko, das frühere Alben leuchten ließ. „I’m not the girl I was but what have I become?“ singt sie – eine Zeile, die zur unbeabsichtigten Selbstdiagnose wird. 

„Loving You Is Easy“ versucht Leichtigkeit, bleibt jedoch in radiotauglicher Glätte stecken, während „Bring On the Wonder“ die späte Einsicht eines müden Herzens trägt, das sich noch einmal an Hoffnung erinnert. Das Cover zeigt McLachlan auf einer Mondsichel, umgeben von funkelnden Sternen – ein visuelles Gleichnis für das Album selbst: entrückt, schön, doch ohne Gravitation. „Laws of Illusion“ ist makellos gesungen, elegant arrangiert und emotional diszipliniert. Nur der Zauber, der einst aus Unvollkommenheit wuchs, bleibt diesmal unter der Oberfläche.

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Sarah McLachlan in einem schimmernden Kleid lehnt auf einer halbmondförmigen Sichel vor dunkelblauem Sternenhintergrund, der Schriftzug Laws of Illusion leuchtet über ihr.

Sarah McLachlan – Laws of Illusion

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75
konzeptuell
2010
Laws of Illusion
VE -0451- MB

Dieses Album ist innerhalb seiner Stimmung platziert und bewertet. Die folgende Auswahl zeigt Titel derselben Stimmung, die im Ranking darüber oder darunter liegen. Sie dient der Einordnung, nicht der Empfehlung.

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