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Das Cover von early twenties zeigt Cat Burns abends auf einer grünen Bank unter einem beleuchteten Schild mit dem Titel des Albums – eine Momentaufnahme zwischen Stillstand und Aufbruch.
ALBUM

early twenties CAT BURNS

2024
MSTAX ALBUMPROFIL

CAT BURNS dirigiert oft einen Sound, der an die Lücke zwischen der frühen Beyoncé und Paramore erinnert, und schafft es, selbst ihre traurigsten Momente tanzbar zu machen.

2022 ging der Song „go“ der aufstrebenden Singer-Songwriterin Cat Burns auf TikTok viral. Dieser raue, aber sanfte Gitarrentrack erreichte Doppelplatin, woraufhin die Südlondonerin drei Nominierungen für den Brit Award erhielt. Jetzt wird das Debütalbum der 24-jährigen Burns, „early twenties“, dem Hype gerecht. Durchdrungen von bewegendem Gospel-Reichtum und einem Indie-Gespür ist es eine introspektive, aber hymnische Pop-Sammlung mit englischem Akzent über Wachstumsschmerzen. Mit gesprächiger, selbstironischer Offenheit sinniert Burns über Einsamkeit, Verbundenheit, Unsicherheit und Selbstverwirklichung.

Das stadionreife „alone“ stellt Burns‘ vielseitige Stimme in den Mittelpunkt, während sie ihre Einsamkeit beklagt. „I’ve never even been on a date / I find it hard to open up“, gesteht sie und zählt ihre eigenen Unzulänglichkeiten auf, anstatt anderen die Schuld zu geben. „I’m so scared of you loving me“, erläutert sie „low esteem“ und untersucht ihre Neigung, sich zu schützen oder abzuschirmen und Chancen aus Angst, verletzt zu werden, zu sabotieren. Mit „live more and love more“ hingegen befürwortet sie einen Carpe-Diem-Ansatz und betont, dass wir uns offen mit Menschen auseinandersetzen und uns selbst vertrauen müssen, die richtigen Entscheidungen zu treffen, wobei wir von Positivität statt Skepsis ausgehen müssen.

Gelegentlich verfällt sie in Klischees über Freundlichkeit oder quasi-Musicalzeilen („this is what happens when you’re anxious, so damn anxious, I’m so anxious all the time!“). Aber die ausgesprochene Offenheit ist Teil ihres Charmes, nicht zuletzt für eine Generation, die Trost in nachvollziehbarer Verletzlichkeit gefunden hat. „early twenties“ ist ein spannender Ausgangspunkt für alles, was als Nächstes kommt, und bietet Burns viele Optionen für die Zukunft. Es ist eine Platte am Puls der Zeit, die das Leben im 21. Jahrhundert auf moderne und nachvollziehbare Weise beschreibt; es fehlt nur noch die kleine Prise Risiko, die dieses Album von einem guten zu einem wirklich großartigen machen könnte.

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Anspieltipps: alone, low esteem, live more and love more

Passende Konzepte

Basierend auf Stimmung, emotionalem Profil und Klangcharakter von „early twenties“.

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