Yeah Yeah Yeahs – Fever To Tell

Die Erfolgsgeschichte der drei New Yorker um Sängerin Karen O startete vor zwei Jahren mit der EP ‚ Yeah Yeah Yeahs ‚. Zwar fehlten dieser, wie auch der zweiten ‚ Machine ‚, noch einiges an Chaos, Lärm und Abgedrehtheiten, doch ging das damals schon alles den richtigen Weg. Die EPs waren die Anfänge, zeigten das langsame Wachstum aber auch das kontrollierte Verfahren bei der Entstehung. Die Grenzen waren noch deutlich aufgezeichnet, die Kontraste der einzelnen Songs zu verschwommen um darin wirklich etwas großartiges hätte entdecken können. Wäre Ihr erstes Album in diesem Still auf den Markt gekommen wäre es eine nette Platte geworden, mehr aber auch nicht. Die Yeah Yeah Yeahs haben die Zeichen der Zeit zum Glück rechtzeitig entdeckt und für Ihr Debütalbum ‚ Fever To Tell ‚ Ihre sicheren Songstrukturen komplett über Bord geworfen. Vielmehr reagiert nun das zeitweise Chaos und der Spaß an experimentellen Ausflüchten der besonderen Art. Mit viel Rauch und Lärm beginnt die Platte und reißt einem bei monotonen Elektro Loops zu aggressiven Gitarren direkt mal den Slip aus aus der Hose. Zuckersüße Geschichten begleiten ‚ Rich ‚ auf seinen Weg in die Selbstzerstörung und legt damit den Weg frei für zehn weitere Songs, in denen eins zum anderen führt. Brillante Momente gepaart mit Sex und Rock´n´Roll tauchen den Hörer kopfüber die geheimen Lüste der Menschheit ein. Dazu eine große Brise von Karen O´s kraftvoller Stimme, die sich allen Momenten der Platte mit scheinbarer Leichtigkeit annimmt und sich zu keiner Zeit das Mirko aus der Hand nehmen lässt. Vielmehr unterstreicht sie bei Songs wie bei ‚ Black Tongue ‚ Ihr großartiges Talent zu lyrischen Texten mit einer starken und stimmungsvollen Stimme. Karen O ist eine Frau der man sofort abkaufen würde, dass Ihre ersten drei Wörter entschlossene „yeahs“ zusammen mit dem gestreckten Mittelfinger waren. Eine konstante Größe in der Band, die selbst schwächere Momente wie auf ‚ No No No ‚ mit einer gesunden Portion an Schweiß und Blut wieder auf die richtige Spur bringen kann. Der Mix aus Punk Rock und experimentellen Eindämmungs Mischmasch hemmt für den Moment leider ein wenig die gute Stimmung auf ‚ Fever To Tell ‚. Aber vielleicht wurde auch nur ein nicht gefundener Übergang zum Rest der Platte gesucht. Denn ab hier wird es leise und ruhig, die Trommeln verlassen Ihre erfrischend neuen Wege wie zuvor und begleiten die Songs bedächtig und mit viel Vorsicht an Ihr Ziel. Kein Schreien kein Auflehnen, nur eine Karen O die beweist das es auch in den stillen Momenten nicht ohne Sie funktionieren würde wie in ‚ Modern Romance ‚, dem Schlusstrack. Ironischerweiße hat man am Ende das Gefühl doch wieder vor zwei EPs zu stehen, während dem Hören spürt man überdeutlich den geistigen Reifungsprozess der Band wie auch den Umbruch innerhalb der Songs. Man muss kein Hellseher sein um zu wissen, dass die Zukunft für die drei New Yorker noch großes mit Ihnen vorhaben wird. Zurück bleibt ein großartiges Debütalbum mit vereinzelt schwachen Momenten und vielen guten bis sehr guten Songs die den Yeah Yeah Yeahs viele Fans und Preise einbringen wird.