Wiki – OOFIE

Der New Yorker Rapper Wiki hat ein Knurren und ein Gespür für Worte, die seine weltmüde Perspektive bildgewaltig zum Ausdruck bringen. Doch wie der 26-Jährige feststellt, bleibt niemand für immer jung. War sein Studio-Debüt „No Mountains In Manhattan“ aus dem Jahr 2017 eine riesige Proklamation, die durch den Geist New Yorks selbst erschaffen wurde, ist „OOFIE“ – sein zweites Album und das erste unter seinem eigenen Label Wikset Enterprises – von Natur aus ein Album voller packender Geschichten über diese Zeit. Wiki beschert uns eine Midlife-Crisis, die der daraus resultierenden Gleichgültigkeit gewidmet ist. Zum Auftakt des Albums bereitet sich der Rapper Patrick Morales bereits darauf vor, Zweiflern und Kritikern entgegenzutreten. “Even when I’m down, got a crown on my head,” rappt er und klopft sich dabei in „Downfall“ selbstbewusst auf die Brust.

Wieder einmal hat er das Album mit einer Handvoll anderer New Yorker Künstler gemacht, darunter Your Old Droog, Princess Nokia, Lansky Jones von World’s Fair und R&B Sängerin Duendita. Die daraus resultierenden Tracks glänzen zwischen dunstigen Texturen, streifen zwischen Clubmusik und berauschender, psychedelischer elektronischer Musik umher. Einer der Hauptproduzenten ist Alex Epton, der damals, als er unter dem Namen XXXChange bekannt war, scharfe und tanzbeugende Beats für Spank Rock produzierte. Ein anderer ist Roofeeo, der Schlagzeug bei Death Set spielte und als Tourmitglied bei TV On The Radio mitwirkte.

Wiki hat einen Klang, eine Identität und eine Sichtweise. Es ist eine Kunst, persönliche, eigenständige Rap-Musik zu machen, ohne den Rest der Welt auszuschließen. „OOFIE“ klingt wie das, was im Kopf eines Mannes vorgeht, und das klingt hier nach einem ziemlich coolen Ort. Das ist nicht einfach. Wiki hat es geschafft.