Wendy McNeill – For The Wolf, A Good Meal

Heute scheint der Tage gekommen zu sein, an dem das Wort „Anschaulichkeit“ endlich seine verdiente Definition erfährt. Gemeint ist das Zusammenspiel zwischen dem Layout der neuen Platte ‚ For The Wolf, A Good Meal ‚ und der musikalischen Untermalung von Wendy McNeill. Ein neugierig blickender Fisch ziehrt das Plattencover und nach dem Öffnen sehe ich ein großes Maul aus Pappe, das mir die CD förmlich entgegenstreckt.Darum toßende Wellen und auftürmende Klippen,während zarte Blautöne die untere Hälfte schmücken. Blickt man nun hier zwischen die Vorder.- und Rückseite, entdecken wir im Verborgenen das Booklet, welches aufgeklappt, einen wunderschönen Querschnitt von den Wolken bis zum Grund des Meeres auf das glatte Papier zeichnet. Des Weiteren erwartet den Hörer zu Beginn der Platte die rauschende Gischt und aufziehende Wolken verdunkeln ein wenig den blauen Himmel über unseren Köpfen.

Schlussendlich ist nun die passende Atmosphäre geschaffen und ‚ Animal ‚ als zweites Stück, beginnt mit dem Markenzeichen von Wendy McNeill: dem schwer atmenden Akkordeon. Die kanadische Sängerin veröffentlicht mit ‚ For The Wolf, A Good Meal ‚ bereits Ihr fünftes Album und ist zugleich ein analoges Konzeptalbum mit melancholischen Dialogen zwischen den Akteuren Cora, Elyse, Eddy, Mary, Krig und deren Schicksalen. „The songs on this CD can stand alone as independent songs, but the real magic of the cd is that the songs are woven through a larger story“. Aufgenommen wurde die Platte in Ihrer Wahlheimat Schweden und erzeugt durch dieses Konzept nicht nur einen neuen Weg in der Diskographie von Wendy McNeill, sondern auch eine sehr klare Linie die durch die zusammenhängende Texte das angesprochene Gesamtbild kreieren.

Ihr Stil ist unangefochten einzigartig. Ihre Erzählungen von schrägen Typen, wilden Menschen und Tieren, Amour Fou und Geistern sind fragil und ergreifend. Sie lässt sich nur schwer kategorisieren und für Menschen deren Ohren für diese Art von Musik zugänglich sind, wird sich die Reise, dessen Kulisse das Wasser ist, nicht nur einmal lohnen.