Wampire – Bazaar

Wampire beginnen in Ihrem eröffnenden Stück The Amazing Heart Attack ‚ mit gruseligen, gluckernden und frenetisch anfeuernden Psych-Rock Gitarren, die sich in einem synthetischen Summton sammeln. Diese daraus resultierende teuflische und bizarre Klang ist ein Sinnbild für die erste Hälfte des Albums. Danach versinken Wampire in einem etwas jähzornigen Avantgarde, der leider zu verwirrend und gekünstelt auf den Hörer einwirkt. Denn ‚ Basar ‚ funktioniert eigentlich am besten, wenn sie das Tempo verlangsamen, sich auf die Körnung des 80er Jahre Glam-Rock berufen und Ihre Songs mit einem sperrigen Sammelsurium von schwungvollen Refrains und einem ziellosen Mischmasch aus Saxophonen und Becken belagern.

Einzig ‚ Millennials ‚ treibt in der zweiten Hälfte die einsame Rückkehr in den trüben 70er Jahre Surf-Rock an – der diesen anfänglichen Charme von Wampire doch einst auslöste und die Gruppe berühmt machte. Letztlich hätten die Herrschaften aus Portland, Oregon, das Potenzial für einen großen  Synth-Rock-Sound (gar keine Frage), aber leider sind sie eben noch nicht so weit. Man hofft gespannt auf das nächste Mal.