Walk The Moon – Walk The Moon

Nicholas Petricca (Gesang, Keys), Eli Maiman (Gitarre), Kevin Ray (Bass) und Sean Waugaman (Schlagzeug) kommen aus Cincinnati Ohio und sind Walk The Moon. Die Synth-Pop Band mit dem gutmütigen Charakter brachte bereits Anfang des Jahres mit Ihrer ‚ Anna Sun EP ‚ rücksichtslosen Spaß in den bevorstehenden Sommer. ‚ Tightrope ‚ ist von einer schwindelerregenden Eingängigkeit geprägt, das gleichnamige Titelstück ist schlicht und ergreifend die galoppierende Indie-Hymne in diesem Jahr und ‚ Next In Line ‚ beginnt erst mit sanften Klängen, bis sich plötzlich nahtlose Rundungen durch auflackernde Gitarren drehen und Chöre das leuchtende Szenario erstürmen. Alle drei Stücke sind ebenfalls dem Debüt Album erhalten und so eröffnet ‚ Quesadilla ‚ mit einem elektrisierenden und synthetisierten Klavier, lässt dieses in die ersten Schläge der Trommeln gleiten und findet schließlich den Anschluss durch die Up-Beat-Stimme von Nicholas Petricca.

Produziert wurde ‚ Walk The Moon ‚ von Ben H. Allen (u.a. Gnarls Barkley, M.I.A., Animal Collective, Bombay Bicycle Club, Lightspeed Champion) und lässt auch im zweiten Stück ‚ Lisa Baby ‚ keinerleich Schwächen aufblitzen. Dominate Gitarren verschmelzen mit explodierenden Synths und schleudern strahlende Schönheit durch grandiose Rhythmen, die durchaus den Anspruch nicht vermissen lassen. Leider verwässern Walk The Moon kurzfristig in der zweiten Albumhälfte in den seichten Gewässern von The Killers, doch gegen Ende schimmern die Melodien erneut in jugendlicher Frische und hinterlassen mit ‚ Fixin‘ ‚ einmal mehr diese unverschämt eingängigen Klänge – mit denen man sich am Liebsten zu Grabe tragen lassen würde. Den Schluss bildet ‚ I Can Lift A Car ‚ und verdeutlicht nochmals, dass der Hörer auf dieser Platte nach keinem tieferen Sinn suchen muss. „I can lift a car up all by myself” und all die anderen Geschichten stehen für den Spaß an der Unterhaltung.

Und dabei müssen wir keinerlei Einschnitte hinnehmen. Die Melodien sind für den Sommer wie geschaffen, verspielte Rhythmen, ansteckende Refrains, impulsive Harmonien, helle Synthies und ansteckende Beats untermalen die dynamischen Gesänge von Nicholas Petricca.

8.0