Turbo Fruits – Echo Kid

To all of our fans, we are sad to bring you the news that our upcoming shows in the UK are going to be our last as a band. We thank you for all your love and support these past few years. It’s been a blast, but the time has come for the four of us to go our separate ways.“ Die genauen Beweggründe wollten uns Be Your Own PET im August 2008 leider nicht verraten und doch ist die Lücke, die einst in unserem Inneren für diese phantastische Ausnahmeband reserviert war, noch lange nicht geschlossen. Wer jetzt die Frage in den Raum wirft, wer denn Bitteschön Be Your Own PET waren, dem sei zum Schutz seiner eigenen Person geraten: Suche jetzt schnellstens und ohne Umwege die MySpace Seite auf, danach höre und staune. Mit Abschluss der informativen Reise möge er wieder hierher zurückkehren und lesen, weshalb sich die Turbo Fruits mit einer fremden Einleitung begnügen mussten.

Einst waren Sie unsere Featured Artists, die Hoffnung auf eine ebenbürtige Fortsetzung der erfolgreichen aber verdammt kurzen Karriere von der Band Be Your Own PET aus Tennessee. Die Turbo Fruits sind natürlich, wie viele bereits vermuten, eine Folgeprodukt der damaligen Auflösung. Herausgegangen sind Jonas Stein, der jetzige Leadsänger und sein Schlagzeuger John Eatherly, die Anfang des Jahres das neue Projekt ins Leben riefen und nun schon bei der ersten Platte angekommen sind. Doch wie es sich im Leben meistens abspielt: Die einstigen Erfolge lassen in der Gegenwart auf sich warten. Aber kein Grund um mit ‚ Echo Kid ‚ explizit die Vergleichsschiene herauszuholen und sie neben die Platten von Be Your Own PET anzulegen. Und deshalb folgt nun auch die unbefangene und mit dem nötigen Abstand gewahrte Kritik zu ‚ Echo Kid ‚ – den neu formierten Turbo Fruits aus Tennessee:

Viel hat sich in den letzten Monaten ereignet, die Songs auf Ihren anfänglichen Demos waren zwar bereits lange fertig, jedoch zum größten Teil nicht ausgereift. Ganz anders dagegen der Opener ‚ International Language Of Love ‚ mit wüsten Einsatz des Schlagzeugs, irrwitzigen Temposchüben und sich selbst strangulierenden Gitarrenriffs. Im perfekten Sixties Rock’n’Roll springen die putzigen Akkorde in ‚ Trouble! ‚ über die hohe Kante und federn den druckvollen Aufprall von ‚ Naked With You ‚, dass meist in unerwarteter Form unheimliche Fahrten in zügellose Eskapaden entgleiten lässt. Ein Song der unterhaltsamen Art und Weise folgt mit ‚ Get Up Get On Down (Tonite) ‚ und übergibt an ‚ Sober Is My New High ‚ mit feierlicher Lagerfeuer Atmosphäre. Zumindest in den anfänglichen Momenten, denn kurz darauf artet die Geschichte in eine feucht fröhliche Kneipen-Mitgröhl-Nummer aus.

Das Ganze wechselt im späteren Verlauf noch mehrmals die Seiten und ehe man sich versieht, ist mit ‚ Lotta Lotta Ladies ‚ bereits die Halbzeit auf ‚ Echo Kid ‚ erreicht. Deutlich wird besonders bei älteren Stücken die Überarbeitung in manchen Abschnitten und auch fehlt bei den Turbo Fruits ein bisschen die spontane und durchgeknallte Seite im Vergleich zu Be Your Own PET. Ja keine Vergleiche, doch vermittelt es einen verbesserten Eindruck der ebenso auf die Platte des Trios gesehen, überraschend positiv ins Gewicht fällt. Zwar schwindet im letzten Drittel die ungestüme Hau-Drauf-Optik, aber Schwachstellen unterhalb der Gürtellinie lassen sich nur sehr wenige finden und diese dann überwiegend im Schlussabschnitt. Da lagen die maximalen zehn Titel aus vergangenen Tagen scheinbar noch schwer in den Gedächtnissen der beiden Herren aus Nashville. Ansonsten liefern uns die Turbo Fruits ein wahrlich überzeugendes Debüt mit vielen Überraschungen, alten Erinnerungen und interessanten Ansätzen für die weitere Zukunft.

7.6