Titus Andronicus – An Obelisk

Der Produzent Bob Mould hält für die neuen Songs einen organischen Live-in-the-Studio-Sound fest, der die aktuelle Besetzung der Band zeigt – Stickles, Betson und die Rhythmusgruppe R.J. Gordon und Chris Wilson – es mangelt nicht an Intensität auf dem neuen Album von Titus Andronicus. Aber bei so vielen flachen, unoriginalen Riffs und unvergesslichen Refrains, die uns hier erwarten, gibt es einfach nicht genug Fleisch, um diese gelungene Umsetzung zu belohnen. Denn trotz seiner unerbittlichen Lautstärke fühlt sich „An Obelisk“ einfach leer ohne die weitreichende Dynamik und die ehrgeizigen Arrangements an, die bis jetzt fester Bestandteil in der Musik von Titus Andronicus waren.

 

„An Obelisk“ tauscht den kratzigen Bombast des unterschätzten, aber zugegebenermaßen lückenhaften „A Productive Cough“ des letzten Jahres gegen einen geradlinigen Punk-Sound aus. Es ist ein seltsamer Schritt, das Ergebnis ist eine Einheitlichkeit und letztendlich bleiben uns zehn Punk-Songs mit nahezu identischen Gitarrentönen, die ab einem bestimmten Punkt fast nicht mehr zu unterscheiden sind. Die einzige Melodie, die sich klanglich von der anderen unterscheidet, ist „Tumult Around the World“. Es bleibt eine Platte für diejenigen, die nach dem Vintage-Punk Titus Andronicus suchen. Dann ist diese Platte eine gute Sache. Ansonsten fehlen hier jegliche Höhepunkte, wie auch die Abwechslung.