THEESatisfaction – EarthEE

THEESatisfaction geben uns im zweiten Album ‚ EarthEE ‚ eine hoffnungsvolle Reflexion über die Fähigkeit zum Wandel. ‚ No GMO ‚ und ‚ Planet For Sale ‚ lassen diese Themen in den zentralen Mittelpunkt rücken. “said the bird to the water, may I take a sip? May I dip my toes in it?”, fragt sich das alternative R&B Duo THEESatisfaction aus Seattle im eröffnenden Stück ‚ Prophetic Perfection ‚ und gibt uns damit einen brauchbaren Widerstand gegen Machtmissbrauch und Geiz in die Hand. “You believe when you blink you think that it isn’t seen / but no act goes without recognition”, heißt es dann dort im Höhepunkt des Albums ‚ Recognition ‚ weiter. Hier funktioniert auch der eigene Kosmos aus politischem Bewusstsein, poetischen Texten und einer zähen, funkigen Instrumentierung am Besten.

Leider schleichen sich fortan in der Musik zu viele Probleme ein. Die allgemeine Stimmung darf man noch als angenehm hypnotisch betrachten, doch die rhythmische und strukturelle Ausrichtung gleicht meistens einer verfilzten Spannungskurve. Dabei könnte alles perfekt verlaufen. Denn trotz der unterschwelligen Wut und Frustration in manchen Songs, ist das Album reich an Stolz über die eigene schwarze Weiblichkeit und präsentiert Hymnen für das Überleben in einer anonmysierten Gesellschaft. „I’m a master with the tricks up my sleeve, you best believe I will achieve, lifetimes pass, I still succeed“. Textlich gesehen ist der Anwendungsbereich in ‚ EarthEE ‚ bewundernswert, die Überbrückung von Erde zum Weltall wird mit menschlicher Bescheidenheit ausgeglichen und so ist das zweite Werk schlussendlich überraschend tiefgründig (Text) wie auch an vielen Stellen enttäuschend (Musik).

Produziert wurde ‚ EarthEE ‚ von THEESatisfaction und Erik Blood, gemixt von Blood in den Protect and Exalt Labels: A Black Space und gemastert von Adam Straney in den BreakPoint Mastering Studios in Seattle. Auf dem Album sind mit Shabazz Palaces, Meshell Ndegeocello, Porter Ray, dem Produzenten Erik Blood und Taylor Brown einige befreundete und namhafte Künstler der Szene zu hören.