Thee Attacks – That’s Mister Attack To You

„Man darf sich vom Alter der vier Dänen nicht täuschen lassen“, heißt es in den ersten Zeilen der Pressemitteilung, „denn die Thee Attacks spielen großartigen Garagenrock mit gewaltigen Riffs“. Wie alt die Herrschaften tatsächlich sind, erfährt man zwar nur annähernd (um die 20 Jahre), dafür darf man die Musik der Thee Attacks umstandslos dem Garagen-Rock zuordnen. Ohne Geheimnisse um Ihre musikalischen Vorbilder stampfen die Herrschaften aus Dänemark durch den ersten Track ‚ Love In Disguise ‚ und zelebrieren darauf The Kinks, The Sonics und The Who aus deren guten alten Zeiten. Für die jüngere Generation könnte man das kreative Schaffen von den Thee Attacks am Besten mit den Bishops aus England vergleichen. Wenngleich diese nicht so kompromisslos tief in die Garage-Rock-Kiste der 1960er Jahren gegriffen haben.

Denn ‚ That’s Mister Attack To You ‚ verkörpert und lebt diese Zeit und könnte dementsprechend auch selbst aus dem goldenen Zeitalter der britischen Mods entsprungen sein. Produziert wurde die Platte von Liam Watson in den Toe Rag Studios in London (wo sonst?), das für seine einzigartige Sammlung von analogen Vintage Equipment bekannt ist. Und genau in diesem Stil brettern die Dänen auf Ihren zwölf Songs durch die Blütezeit damaligen Garagen-Rocks. Das natürlich nicht alles stimulierend und mit dem nötigen Groove auf den Hörer einwirken kann, zeigen spätestens so manche Nummern ab der Hälfte. In ‚ Rip My Heart Out ‚ kreischen die Gitarren verzweifelt um Hilfe, während ‚ On The Move ‚ geradezu bewegungslos nach Orientierung sucht.

Dazwischen folgt mit ‚ Love In The City ‚ ein Ausflug durch schwül-heiße Temperaturen und zeugt dabei von erstaunlicher Reife. Aber auch die Stimme von Sänger Jimmy Attack steht dem in keinster Weise nach. ‚ That’s Mister Attack To You ‚ bleibt am Ende die Platte für warme Sommernächte mit Blick auf die glorreichen Sechziger Jahre. Ob man schlussendlich dafür die Thee Attacks benötigt, oder einfach die Gruppen aus diesem Jahrzehnt auf dem Plattenspieler spannt, darf allerdings jedem selbst überlassen sein.