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Collage aus Klavieren, Fotos und Zeichnungen auf dem Albumcover von The Walkmen.
ALBUM

A Hundred Miles Off THE WALKMEN

2006

Ein frühlingshaftes Aufblühen mit THE WALKMEN: A HUNDRED MILES OFF bringt vertraute Klänge und neue Überraschungen, bleibt jedoch hinter den Erwartungen zurück.

Gute zwei Jahre ist es her, als ‘ Bows + Arrows ‘ ins Land hinein schneite und die Massen verzückte. Nun schütteln The Walkmen den winterlichen Nebel ab und lassen den Frühling in neuem Glanz erstrahlen. Breiter und heller sind die Songs auf ‘ A Hundred Miles Off ‘ geworden und immer noch pflegen die fünf New Yorker ihre liebenswerte Fähigkeit das richtige Gefühl für die Atmosphäre zu besitzen. Die ersten beiden Platten waren nuanciert, kämpferisch, laut und gleichzeitig bittersüß, was Sie zu den markantesten Platten der letzten Jahre machte. Nun, mit dem dritten Werk zwicken Sie hier und da ein wenig Ihrer Elemente ab und obwohl es sich nicht um eine radikale Überholung Ihres Sounds handelt, die Unterschiede sind nicht zu übersehen. Beginnend mit ‘ Louisiana ‘, einem Gemisch aus Dylan-meets-Mariachi-Band, dienen tropische Rythmen als Einstieg in die Platte. ‘ Danny´s at the Wedding ‘ dürfte dann für die gewohnte Walkmen Stimmung sorgen, der zweite Song auf ‘ A Hundred Miles Off ‘ gehört mit seinen kratzigen Bassläufen und dem markant auffallenden Schlagzeug zu den Highlights der ersten Hälfte. Etwas belanglos wird es dann mit den nächsten beiden Songs, die leider mehr als Lückenfühler dienen und weniger als Bereicherung. Nach diesem kleinen Tief haben es die Walkmen aber bereits überstanden und können mit ‘ All Hands And The Cook ‘ wieder die großen und mächtigen Klänge zurück bringen.

Atmosphärisch sehr stark schwillt das Stück immer mehr an, bevor es sich im Mittelteil ephorisch entlädt. Zwar nicht ganz so aggressiv und wütend wie ‘ The Rat ‘ auf dem damaligen ‘ Bows + Arrows ‘ versprühen die Songs zeitweise dennoch etwas zwingendes, verfolgen aber stets die Wege abseits der bekannten. Selbst für unvorhergesehene Überraschungen der speziellen Art sorgen diesmal The Walkmen. Mit ‘ Tenley-Town ‘ folgt fast schon eine Punkrock Nummer in der sogar Schlagzeuger Matt Barrick ‘ ein Solo einlegen darf. ‘ This Job Is Killing Me ‘ versprüht dann doch noch den Duft aus vergangener Tage und setzt in Sachen Songwriting wie auch struktureller Vielfalt ein weiteres Highlight in der Walkmen Geschichte. Wenn man speziell Songs mit so einem Merkmal belegen kann spricht das meist gegen die anderen. Leider ist es im  Großen und Ganzen auch hier der Fall. Zwar folgt mit ‘ Always After You (´Till You Started After Me) ‘ eine weitere Überraschung im schnellen Spiel untypischer Sitten und mit dem Schlusshighlight, einem Marazin Cover, ‘ Another One Goes By ‘ Ihre Wandlung, dennoch so wirklich überzeugen mag einem das nicht.

Der bleibende Eindruck nach den knapp 42 Minuten ist nicht nachhaltig genug um die Platte als ein Gesamtes zu sehen. Einzelne Tracks stechen heraus, zeigen die Qualitäten, die wunderschönen Melodien die The Walkmen im Stande sind zu leisten. Einzig Matt Barick zeigt auf allen zwölf Songs sein Ausnahmetalent und sein Talent für neue Erfindungen sowie treibenden Beats die besonders bei den Live Shows ein fürs andere Mal für Bewunderung sorgen. Doch reicht dass diesmal nicht aus um ‘ A Hundred Miles Off ‘ auf den Thron zu setzen, in dem bereits seine beiden Vorgänger die Plätze eingenommen haben. Dennoch bleiben die New Yorker einzigartig auf dem Gebiet Ihrer Musik und werden auch mit Ihrem dritten Werk für einen weiteren Erfolg sorgen können. Zu gönnen ist es den Walkmen´s auf alle Fälle, da trotz alledem die Richtung in der sie unterwegs sind, die Richtige ist. Der Pfad mag noch ein wenig holprig sein, aber spätestens zum vierten Album sollten die fünf New Yorker wieder ganz weit oben stehen.

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Collage aus Klavieren, Fotos und Zeichnungen auf dem Albumcover von The Walkmen.

The Walkmen – A Hundred Miles Off

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