The Very Best – MTMTMK

‚ The Very Best ‚ von MTMTMK ist der lang erwartete Nachfolger zum großartigen Debütalbum ‚ Warm Heart Of Africa ‚, welches im Jahr 2009 erschienen ist. Bestehend aus dem malawischen Sänger Esau Mwamwaya und dem in London ansässigen Produzent Johan Hugo (Radioclit, We Don’t Belong in Pacha), springen MTMTMK bereits im Eröffnungsstück ‚ Adani ‚ durch warme und fröhliche Gesänge auf der Oberseite und ziehen mit dem Fall stampfende Bässe und Stammes-Einflüsse in den Untergrund. Dazwischen schneiden Mwamwaya und Hugo überlegene Synth-Riffs durch das Pochen der Bässe. Irgendwie beginnt das Album dadurch mit einer starken Irreführung, denn ‚ Adani ‚ ist einer der wenigen Tracks, in denen Mwamwaya zu gegensätzlichen Einflüssen in einer glitzernde Hymne aus Sonne, Sex und Jubel balanciert. ‚ Kondaine ‚ fühlt sich wie eine gentechnisch veränderte 8-Bit-Akkordfolge an, deren Klänge aus einem zerschlagenen Autoradio dringen, während man sich selbst gerade auf einer spannenden Reise nach Irgendwo befindet. MTMTMK haben über 5 Wochen in einem improvisierten Studio in Esau’s Heimatstadt Lilongwe, Malawi, das neue Album aufgenommen: „“We had a big step with the second album – we had to evolve,” so Johan. “This time we wrote, produced and recorded together simultaneously the way it should be done. It was a much more collaborative effort.” The album features guest spots by Amadou & Mariam, Baaba Maal and K’naan, among others”. Im weiteren Verlauf lüftet sich allerdings der Schein aus der anfänglichen Euphorie und was bleibt ist eine sorgfältige Produktion, die leider ein wenig gesichtslos auf den Hörer wirkt. Deutliche Ausnahme bleibt hier der Track ‚ Yoshua Alikuti ‚, der mit seiner ansteckenden Begeisterung und den schmerzstillenden Texten eine ungeheuerlich liebenswerte Atmosphäre erzeugt. Ein Xylophon aus Holz kommt im Stück ‚ Bantu ‚ zum Einsatz, dazu tummeln sich die Gitarren in der Gegend herum, das organisch schlurfende Trommeln übernimmt die Aufsicht und in der Gesamtheit bleibt wurzellose und zeitlose Qualität zurück. MTMTMK veröffentlichen mit ‚ The Very Best ‚ einen ansprechenden Nachfolger, der mit eigenwilligen Kompositionen durchaus zu überzeugen weiß. Betrüblich bleibt am Ende lediglich die Tatsache, dass Mwamwaya zu oft für diverse (und austauschbare) Gastauftritte die eigene gemütliche und ausgelassene Stimme in das Off verbannen musste.