The Vaccines – English Graffiti

The Vaccines hatten uns eigentlich schon zu Ihrem zweiten Album ‚ Come Of Age ‚ das Versprechen gegeben, sich darin einer Neuerfindung ausetzen zu wollen. Ganz geklappt hat das damals nicht, aber dafür jetzt. Das neue Album ‚ English Graffiti ‚ sprüht vor neuen Ideen und vermischt diese geschickt mit hoher Oktanzahl und dem Ramones-ähnlichen Songs aus Ihrem Debüt. Die Aufnahmen fanden im Winter 2014 im Tarbox-Road-Studio in New York unter der Regie von Dave Fridmann (Flaming Lips, Tame Impala, MGMT) und Cole MGN (Ariel Pink, Beck, Nite Jewel) statt. In Vorbereitung auf die Studiosessions komponierte die Band fünfzig Songs.

Einer davon war die Single ‚ Handsome ‚ und während diese noch Ihrer eigenen romantisierten Vergangenheit nachjagte, blickte ‚ Dream Lover ‚ mit seinen monumentalen Riffs in die glorreiche Zukunft. Das Ergebnis ist vielleicht das Beste – und sicherlich das Größte, was die Vaccines je aufgenommen haben. In der Gesamtschau hören wir zahlreiche Einflüsse und beinahe könnte man es als äußerst wirkungsvollen Impfstoff aus The Jam, The Beach Boys und Teenage Fanclub bezeichnen. ‚ (All Afternoon) In Love ‚ ist eine herrlich schwebende Lennon-artige Pianoballade, während ‚ Minimal Affection ‚ auch ebenso aus der Zusammenarbeit zwischen La Roux und Julian Casablancas hätte entstehen können. ‚ English Graffiti ‚ wird sicherlich  viele neue Fans gewinnen und einige der alten verlieren.

Doch stellt sich wie immer am Ende einer jeden Platte die Frage: „What did you expect from The Vaccines?“