The Underground Youth – Montage Images of Lust and Fear

The Underground Youth bestehen aus Craig Dyer (Gesang / Gitarre), Olya Dyer (Schlagzeug), Max James (Bass) und Leo Kaage (Gitarre). Gemeinsam haben sie sich durch Ihre zahlreichen Veröffentlichungen über das letzte Jahrzehnt und den unermüdlichen Tourneen eine riesige weltweite Anhängerschaft erarbeitet und sind nun bereit, Ihr bisher beeindruckendstes Studioalbum zu veröffentlichen. „Montage Images Of Lust & Fear“ wurde live im Studio aufgenommen. Es ist die erste Platte, auf der alle am Schreibprozess beteiligten Bandmitglieder vertreten sind, und ist inspiriert von der Abfolge von Erfahrungen, mit denen wir uns zunehmend in den Medien auseinandersetzen.

Mit Gastmusikern wie Kristof Hahn (Swans), kreiern The Underground Youth auf diesem Album sowohl abriebfesten, verzerrten Psychedelia – als auch quälenden, industriell angehauchten Post-Punk, der mit einer rohen Hartnäckigkeit unterstrichen wird. Da Nick Cave mit jedem seiner letzten Bad Seeds-Alben immer mehr zur Akzeptanz im Mainstream aufgestiegen ist, hat er so etwas wie ein Gothic-Blues-Vakuum geschaffen, dass danach schreit, gefüllt zu werden. Dies ist für The Underground Youth nicht unbemerkt geblieben. „Montage Images of Lust and Fear“ erinnert an The Birthday Party und die frühen Alben von Nick Cave & The Bad Seeds.

„Montage Images of Lust and Fear“ ist voller mitreißender, emotionaler und trostloser Landschaften, die jeden aktuellen Horrorfilm geschickt begleiten könnten. “I joined a well-known cult and I was crucified”, schwärmt Craig Dayer, dessen Zeile beinahe eine Passage aus Cave’s Autobiografie sein könnte. Stimmungsvolle Gitarrentöne kündigen die Ankunft von „Sins“ an, dem ersten Track dieser beeindruckenden Veröffentlichung. Die Stimmung baut sich hervorragend auf, bevor der bedrohliche Gesang von Craig Dyer dazustößt und sich perfekt mit dem langsamen und akribischen Rumpeln der Percussions und den tiefen Schlägen der Bassfrequenzen zu verschmelzen scheint.

„Sins“ ist eine beeindruckende Eröffnungssalve. Als nächstes wird „Last Exit To Nowhere“ mit eckigen Gitarren zum Leben erweckt, bevor es in einem finsteren instrumentalen Gewaltakt explodiert. In der Tat mag „Montage Images of Lust and Fear“ eine ziemlich transparente Hommage an Nick Cave’s frühen Sound und seine Lyrik sein, aber noch nie klang eine Post-Punk-Intensität so übernatürlich wie auf diesem Album.