The Uncluded – Hokey Fright

Es war einmal eine ungewöhnliche Band mit Namen The Uncluded, die selbst über sich glaubten: „…think we did something that’s pretty unique…“ und weil sich Aesop Rock und Kimya Dawson (Moldy Peaches) schon ein bisschen länger kennen, wurde nun das Duo The Uncluded gegründet und das Debütalbum ‚ Hokey Fright ‚ veröffentlicht. Auf dem Artwork wirken die Beiden wie ein altes Gartenzwerge-Ehepaar. Vom Leben in der kleinen Gartenwelt gezeichnet, zogen viele Jahre abseits der Außenwelt an Aesop und Kimya vorbei, die wohl auch durch diese Umstände ein bisschen wunderlich geworden sind. Wie können auch sonst solche furchtbaren und völlig aus der uns bekannten Welt gefallenen Stücke entstehen?  „This record helps to tell the story of two people who are finding therapy through making art together“, erwidern The Uncluded mit Ihren eigenwilligen Stimmen gleichgültig.

Als Hörer wird es ziemlich schnell klar: das Duo macht die Musik nicht für uns. Ihre Songs sollen nicht nach vertrauten Mustern funktionieren – Dawsons wunderlicher Gesang und diese klimpernden Einfügungen zwischen kitschiger Entwaffnung über Tod, Verlust und Enttäuschung. Man könnte heulen. Wie in alles in der Welt soll man diese verdammte Musik richtig einordnen? Es bleibt einem letztlich nur übrig, sachlich zu bleiben und gemeinsam mit dem restlichen Verstand logisch zu argumentieren. So gehört beispielsweise ‚ Scissorhands ‚ zu den bisher besten Songs von Aesop Rock, während ‚ Delicate Cycle ‚ das perfekte Storytelling von Dawson durchblitzen lässt. Insgesamt wechseln sich akustische Nummern mit so manch stampfenden Hip Hop Einlagen ab, wobei das deutliche Übergewicht zwischen den abwechselnden Stimmen von Aesop Rock und Kimya Dawson zu finden ist. Während Kimya meist zwischen den Zeilen über Ihre eigene Geschwindigkeit stolpert, lässt Aesop seine tiefen Sprechgesänge als herrliche Kontrastbremse einfließen.

Bei sechszehn Stücke ist es nicht verwundlich, dass ‚ Hokey Fright ‚ auf einige Leerlaufstellen anzubieten hat, doch sind wir mal ehrlich, wann haben wir Aesop das letzte Mal so fröhlich erlebt? Der kontrastreiche Stil, die flippigen Rhythmen und krassen Übergänge zwischen den Songs sind sicherlich nicht des jeden seine Sache – aber trotz der unzähligen Kuriositäten bleiben die Tracks auf ‚ Hokey Fright ‚ maßgeschneiderte Kompositionen. Aesop Rock und Kimya Dawson passen sprichwörtlich zusammen wie die Faust auf’s Auge.